Ehemalige Spieler bekommen Geld: Urteil im Prozess um FC Tirol-Gehälter gefällt
- Ex-Präsident Bruckmüller soll hohe Summen zahlen
Das schriftliche Urteil im Arbeitsgerichtsprozess um ausstehende Spielergehälter nach der Pleite des früheren Fußball-Meisters FC Tirol ist am Montag in Innsbruck bekannt gegeben worden. Ex-Präsident Othmar Bruckmüller soll 645.000 Euro brutto plus 250.000 Euro netto zahlen, teilte ein Gerichtssprecher der APA mit. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.
Vierzehn Spieler hatten die Ex-Präsidenten Bruckmüller und Martin Kerscher sowie das Vorstandsmitglied Hans Jörg Mader auf ausstehende Gehälter und weitere Zahlungen aus damaligen Verträgen geklagt. Das Gericht habe die Forderungen an Mader und Kerscher abgewiesen. Sie hätten keine Zahlungsversprechungen gemacht, hieß es. Bruckmüller hingegen habe immer wieder zu den Spielern gesagt: "Kümmert euch nicht um die offenen Gehälter, sondern spielt Fußball."
Die Forderungen eines Spielers seien wegen Verjährung abgewiesen worden. Alle übrigen Spieler sollen Geld erhalten. Das Urteil umfasse insgesamt 287 Seiten. (apa)
