Neuer Spitzenklub für die Liga: Red Bull Salzburg will Erfolg und keine Tradition
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Österreichs Fußball hat eine neue Zugnummer. Neben den bisherigen Branchenleadern taucht endlich auch Salzburg wieder auf der Meister-Rechnung der Saison 2005/06 auf. Für die Mehrzahl der Trainer ist der neue Red Bull-Werksklub sogar der Titelanwärter Nummer 1. "Klar wird man am Erfolg gemessen. Aber mit diesen Spielern habe ich keine Bedenken", meint der neue Bullen-"Torero" Kurt Jara.
Für den ehemaligen Meistermacher des danach mit rund 50 Mio. Euro in den Konkurs geschlitterten FC Tirol, der später in der deutschen Bundesliga (Hamburger SV und 1. FC Kaiserslautern) sein Glück versuchte, ist weiterhin "ein Kollektiv das Um und Auf." Die Millionen von Neo-Investor Dietrich Mateschitz garantierten zwar einen totalen Umbau, "doch 14 neue Spieler - wenn auch mit hoher Qualität - kann man nicht von heute auf morgen zu einem homogenem Team formen", meint Jara-Assistent Manfred Linzmaier.
"Das Ziel ist ein Platz unter den ersten drei, doch man soll die Euphorie nicht bremsen. Würden wir nicht den Meistertitel anstreben, dann wären wir fehl am Platz", konkretisiert der Chef. Doch abseits der erfolgsorientierten Zielstrebigkeit des Tirolers ist in Salzburg noch nicht alles Gold, was nach Rot-Blau-Silber glänzt. Der Dressen-Verzicht auf die traditionellen violett-weißen Farben trieb die treuesten der Anhänger auf die Barrikaden.
Im ersten Testspiel der Millionen-Truppe stürmten sie mit einem Transparent "Violett-Weiß seit 1933" in Mondsee den Platz. Es folgten minutenlange Diskussionen, auf solche aber will sich Mr. Red Bull nicht einlassen. "Big Spender" D. M. (firmenintern wird von Dietrich Mateschitz nur mit den Initialen gesprochen) hält nichts von solchen Gesprächen. Der Erfolg kommt an erster Stelle, da bleiben Werte wie Tradition eben in Salzburg auf der Strecke. (apa/red)
