Sonntag, 17. Juli 2005

Argentinien, Russland, Kroatien, Slowakei: Semifinalisten im Daviscup stehen fest

  • Russland drehte ein 1:2 gegen Frankreich noch um
  • September: Kroatien-Russland, Slowakei-Argentinien

Vor den Augen von Ex-Präsident Boris Jelzin hat es das russische Daviscup-Team am Sonntag in Moskau doch geschafft, den 1:2-Rückstand im Weltgruppen-Viertelfinale gegen Frankreich nach dem zweiten Tag noch in einen 3:2-Sieg umzudrehen. Der Weltranglisten-Siebente Nikolaj Dawidenko schlug Richard Gasquet in vier, Igor Andrejew Paul-Henri Mathieu in drei Sätzen.
Erstmals ins Weltgruppen-Semifinale (23. bis 25. September) eingezogen sind Kroatien und die Slowakei mit Heimsiegen über Rumänien bzw. die Niederlande. Kroatien trifft nun auf Russland, die Slowakei auf Argentinien.

Die Russen hatten auch das bisher letzte Duell mit der Grande Nation in ähnlicher Manier im Finale 2002 gewonnen, als Michail Juschnij im entscheidenden Einzel einen 0:2-Satzrückstand noch zum entscheidenden dritten Punkt verwertete. Dawidenko und Co. schafften den 3:2-Erfolg in Abwesenheit des am Knie verletzten Australian-Open-Siegers Marat Safin.

Großer Jubel auch in Preßburg nach dem entscheidenden Punkt zur uneinholbaren 3:1-Führung durch Dominik Hrbaty. Sein Gegner Peter Wessels musste bei 3:6,1:6,0:3 wegen einer Rippenverletzung aufgeben. "Nach dem Eishockey-WM-Titel (2002-Anm.) ist das das zweitbeste Resultat für die Slowakei. Eishockey wird aber nur in ein paar Ländern gespielt, aber Tennis wird rund um die Welt betrieben", freute sich Hrbaty, der zwei Einzelsiege zum Halbfinaleinzug beisteuerte.

Die Slowaken haben auch gegen die Argentinier, die den Österreich-Bezwinger Australien mit 4:1 bezwungen hatten, im September Heimvorteil. "Wir sind stark genug, auch gegen die Argentinier zu gewinnen", freut sich Hrbaty schon auf den nächsten Länderkampf.

In Split war Ivan Ljubicic auf Hallen-Teppichboden der große Held der Gastgeber. Trotz eines Goran Ivanisevic in der Vergangenheit hatte es Kroatien zuvor noch nie ins Weltgruppen-Halbfinale geschafft, Ljubicic war an allen drei Punkten der Kroaten beteiligt und gab in beiden Singles nicht einmal einen Satz ab. Die Kroaten hatten in Runde eins auch die USA ausgeschaltet.

Sydney (auf Rasen): Australien - Argentinien 1:4
Lleyton Hewitt - Guillermo Coria 7:6 (5),6:1,1:6,6:2
Wayne Arthurs - David Nalbandian 3:6,6:7 (8),7:5,2:6
Arthurs/Hewitt - Nalbandian/Mariano Puerta 6:7 (6),4:6,3:6
Hewitt - Nalbandian 2:6,4:6,4:6
Peter Luczak - Coria 3:6,6:7 (11)

Preßburg (Halle/Hardcourt): Slowakei - Niederlande: 4:1
Dominik Hrbaty - Raemon Sluiter 6:1,5:7,6:4,6:3
Karol Beck - Peter Wessels 7:6(5),5:7,7:6(3),4:6,2:6
Beck/Michal Mertinak - Melle van Gemerden/Paul Haarhuis 5:7,6:3,6:4,7:5
Hrbaty - Wessels 6:3,6:1,3:0 Aufgabe Wessels
Mertinak - van Gemerden 4:6,6:3,6:4

Moskau (Sand): Russland - Frankreich 3:2
Igor Andrejew - Richard Gasquet 4:6,3:6,6:7 (1)
Nikolaj Dawidenko - Paul-Henri Mathieu 7:5,6:2,7:5
Andrejew/Michail Juschnij - Arnaud Clement/Michael Llodra
5:7,4:6,7:6 (3),2:6
Dawidenko - Gasquet 6:2,4:6,6:2,6:1
Andrejew - Mathieu 6:0,6:2,6:1

Split (Teppich/Halle): Kroatien - Rumänien 4:1
Mario Ancic - Andrei Pavel 6:1,4:6,6:4,3:6,4:6
Ivan Ljubicic - Victor Hanescu 6:3,6:2,7:6(3)
Ancic/Ljubicic - Pavel/Gabriel Trifu 5:7,6:4,6:7(9),6:4,6:4
Ljubicic - Pavel 6:3,6:4,6:3
Ancic - Hanescu 7:6(3),7:6(8)

(apa)

17.7.2005 12:42