Montag, 11. Juli 2005

Sieges-Serie von Rossi beendet: Hayden gewann US-Grand-Prix in Laguna Seca

  • Italienischer WM-Leader landete nur auf Rang drei
  • Aufregung im Fahrerlager über Strecke in den USA

Lokalmatador Nicky Hayden hat den Großen Preis der USA in Laguna Seca gewonnen und die Serie von zuletzt fünf Siegen von Valentino Rossi beendet. Der erstmals siegreiche Honda- Pilot verwies am Sonntag (Ortszeit) in der Königsklasse seinen Landsmann Colin Edwards (Yamaha) sowie den WM-Spitzenreiter Rossi (Yamaha) auf die Plätze. In Laguna Seca wurden die Viertel- und Achtelliterklasse wegen der schwierigen Streckenbedingungen ausgeschlossen.

Hayden hat in seinem 38. Rennen den ersten Sieg gefeiert, der dritte Platz von Rossi bedeutete das schlechteste Saisonergebnis für den Superstar. Der Italiener steuert freilich weiter klar auf seinen fünften WM-Titel zu.

Überschattet wurde der erste USA-Grand-Prix seit elf Jahren von einer heftigen Sicherheitsdiskussion im Fahrerlager. Weltmeister Rossi drohte nach seinen ersten Trainingsfahrten wegen erheblicher Mängel der engen Strecke sogar mit einem Boykott des Fahrerfeldes im kommenden Jahr, sollten keine Änderungen an dem Kurs vorgenommen werden. "Ich habe lange mit den anderen Fahrern zusammen gesessen. Das ist für eine MotoGP-Klasse eine unzeitgemäße Strecke. Es gibt hier Passagen, die sehr gefährlich sind", erklärte der 26-Jährige.

Verärgert zeigten sich die Fahrer vor allem wegen der geringen Auslaufzonen und des Fehlens eines Rettungsweges neben der Piste, der bei anderen Rennen üblich ist. Erst kurzfristige Änderungen an der Strecke und am Reglement, das bisher die gemeinsame Veranstaltung von MotoGP-Rennen mit den Läufen der Klassen bis 125 und 250 ccm vorschrieb, hatten die Austragung des WM-Laufes überhaupt ermöglicht. (apa/red)

11.7.2005 11:16