Ansprache im britischen Parlament: Blair lobt Londoner für ihre Gelassenheit
- Staatschef nimmt moslemische Minderheit in Schutz
- Oppositionsführer Howard bewundert Regierung
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·INFO-GRAFIK: Terror- Anschläge in London
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In einer Ansprache vor dem britischen Parlament hat Premierminister Blair seine Abscheu über die Terroranschläge der vergangenen Woche bekräftigt und die "Gelassenheit und Widerstandsfähigkeit" der Londoner gelobt. Ferner kündigte der Regierungschef eine unnachgiebige Verfolgung der Täter an, bei denen es sich wahrscheinlich um islamische Extremisten handle.
"Wir sind vereint in unserer Entschlossenheit, dass unser Land sich von solchem Terror nicht besiegen lässt", sagte Blair. Die Terroristen können töten, aber sie werden niemals unsere Lebensweise ändern können, die wir teilen und lieben." Laut Blair befanden sich am Montag noch 56 Verletzte in Krankenhäusern.
Es sei "wahrscheinlich, dass der Angriff von islamistischen, extremistischen Terroristen verübt wurde, von der Sorte, die in den vergangenen Jahren für so viele unschuldige Todesopfer verantwortlich war", sagte Blair und nannte die Terroranschläge in Istanbul, Madrid, New York und Bali, aber auch in Russland, Pakistan und einer Reihe weiterer Staaten. "Wir werden die Verantwortlichen verfolgen, nicht nur die Ausführer, sondern auch die Planer dieser Schandtat, wo immer sie sein mögen."
Blair nahm zugleich die moslemische Minderheit im Land gegen Angriffe in Schutz. Er sei "stolz" auf die britischen Moslems, sagte der Premier. Dies sei vor Donnerstag so gewesen und werde auch weiter so sein. "Wir arbeiten mit Ihnen zusammen, damit die moderate und wahre Stimme des Islam gehört wird."
Der konservative Oppositionsführer Howard sagte unterdessen, Blair habe wie ein Staatsmann auf die Anschläge reagiert. Er könne die ruhige Art, mit der die Regierung reagiert habe, nur bewundern.
(apa/red)
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