Gespräche über Erweiterung des UNO-Sicherheitsrates: Suche nach Kompromiss
- Afrikanische Staaten und G-4 diskutieren in New York
- Deutschland hofft auf ständigen Platz im Rat

In New York hat am Sonntag die möglicherweise entscheidende Gesprächsrunde für die Erweiterung des UNO- Sicherheitsrates begonnen. Dabei bemühen sich die Außenminister afrikanischer Staaten sowie der so genannten Vierergruppe Deutschland, Japan, Indien und Brasilien (G-4) um eine Angleichung ihrer Resolutionsentwürfe für die Reform des wichtigsten UN-Gremiums.
Vom Ausgang der Gespräche hängt ab, ob es doch noch zu der umstrittenen Reform kommt, von der sich auch Deutschland einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat erhofft. Der deutsche Außenminister Joschka Fischer sagte in New York, die G-4 wollten sich bemühen, "mit der nötigen Umsicht in dieser schwierigen Situation voranzukommen".
Er machte aber zugleich deutlich, dass die Vierergruppe sich der afrikanischen Forderung nach Vetorechten auch für alle neuen ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates nicht anschließen wird. Die afrikanische Staatengruppe, ohne deren Stimmen die G-4 nicht die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit für ihre Reformmodell erreichen können, signalisierte bereits Kompromissbereitschaft. Für den späten Abend (MESZ) wurde mit einer gemeinsamen Erklärung beider Gruppen gerechnet.(apa/red)
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