Freitag, 15. Juli 2005

Westjordanland: Israelische Armee setzt Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen fort

  • Armee bereitet sich auf mögliche Offensive vor
  • Israel versprach im Feber Stopp derartiger Angriffe

Die israelische Armee hat in der Nacht zum Samstag ihre Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen fortgesetzt. Kampfhubschrauber feuerten mehrere Luft-Boden-Raketen auf Ziele in Gaza-Stadt und Khan Younis im südlichen Gazastreifen. Dies berichteten Augenzeugen und palästinensische Sicherheitskräfte.

Nach israelischen Medienberichten wurden vier Menschen leicht verletzt. Eine Rakete habe eine Metallwerkstatt in Gaza-Stadt getroffen, die andere sei auf eine Garage abgefeuert worden, sagten Augenzeugen.

Im Laufe des Freitags hatte die israelische Luftwaffe bei Raketenangriffen sieben militante Palästinenser gezielt getötet. Sie reagierte damit auf den Beschuss jüdischer Siedlungen mit Kassam-Raketen und Mörsergranaten. Die israelische Luftwaffe hat am Freitagabend erneut ein Ziel im Gazastreifen angegriffen.

Der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz wies die Armee angesichts der jüngsten Eskalation der Gewalt zu Vorbereitungen auf eine mögliche Offensive im Gazastreifen an. Israelische Medien berichteten am Freitag, Mofaz habe die Anweisung bei einem Dringlichkeitstreffen mit ranghohen Militärs und Sicherheitsexperten gegeben.

Gleichzeitig hieß es, die Armee müsse noch auf einen endgültigen Einsatzbefehl warten. Mofas wolle der Palästinensischen Autonomiebehörde noch Gelegenheit zum energischen Vorgehen gegen die militanten Organisationen geben. Palästinensische Extremisten hatten in den vergangenen Tagen Dutzende von Kleinraketen und Mörsergranaten auf israelische Ziele im Gazastreifen und im israelischen Grenzgebiet abgefeuert.
(apa/red)

15.7.2005 15:40