Hochwasser in Rumänien und Bulgarien: 26 Tote durch Jahrhundert-Überschwemmungen
- Sachschaden von mindestens einer Milliarde Euro!
·Acht Tote: Rumänien versinkt im Wasser
Drei Viertel des Landes sind Katastrophengebiet

In Rumänien ist die Zahl der Todesopfer bei den seit einer Woche andauernden verheerenden Überschwemmungen auf 26 gestiegen. Dabei habe es sich vorwiegend um Bauern gehandelt, die ihre überfluteten Häuser aus Furcht vor Dieben nicht verlassen wollten, hieß es. In den Katastrophengebieten hält der hohe Wasserstand an.
Landesweit waren auch am Wochenende umfangreiche Hilfsaktionen im Gange, um die mehr als 14.000 Menschen zu versorgen, die ihre Häuser verlassen mussten. Der Sachschaden liegt landesweit nach ersten Schätzungen bei mindestens einer Milliarde Euro. Etwa 370 Bauernhäuser in rund 580 Orten stürzten ein, Straßen von insgesamt 1.270 Kilometern Länge wurden zerstört und mehr als 1.000 Brücken schwer beschädigt, ebenso Eisenbahnlinien, Telefonlinien, Strom- und Gasleitungen.
"Das Heer wird der Bevölkerung bei den Arbeiten und mit Ausrüstung unterstützen", kündigte Ministerpräsident Calin Tariceanu an. "Wir haben angefangen, Betten und Zelte auszuteilen." Rumänien werde auch um internationale Hilfe bitten. Auch das österreichische Rotes Kreuz hilft den Hochwasseropfern in Rumänien.
Von 41 rumänischen Verwaltungsbezirken waren 32 von dem Hochwasser betroffen. Besonders zugespitzt hatte sich die Lage am Fluss Siret, der sein Volumen um das 20fache vergrößert hatte.
(apa/red)
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