Hohe Wassertemperatur ist die Ursache: Hurrikan-Saison begann ungewöhnlich früh
- Wärme an der Wasseroberfläche und kühle Luft
Hohe Wassertemperaturen in der Karibik sind nach Einschätzung von Meteorologen der Grund für einen ungewöhnlich frühen Start der Hurrikan-Saison in diesem Jahr. Normalerweise gebe es erst Mitte August die ersten Hurrikans in den USA, sagte Olaf Pels-Leusden vom Deutschen Wetteramt (DWD) in Offenbach am Freitag.
Eine Bedingung für die Entstehung eines solchen Wirbelsturms ist eine Wassertemperatur von mindestens 26 bis 27 Grad. Zur Zeit sei das Wasser in dem Gebiet bereits 28 bis 29 Grad warm. Nach amerikanischen Wetteraufzeichnungen sei zuletzt 1916 im Juli ein Hurrikan in den USA aufgetreten.
Vor kurzem hatte der Hurrikan "Dennis" in der Karibik und dann in den USA teils starke Schäden angerichtet. Derzeit verstärkt sich der Wirbelsturm "Emily" in der Karibik.
Zur Entstehung eines Hurrikans gehört außerdem kältere Luft in der Höhe, etwa in einer großen Gewitterwolke. Durch die Wärme an der Wasseroberfläche entsteht Aufwind, der Luft von den Seiten anzieht, stärker wird und sich im Zusammenspiel mit der kälteren Luft darüber und der Erdrotation zum Wirbelsturm entwickelt. Die meisten Hurrikans messen 400 bis 1.000 Kilometer im Durchmesser. Im Schnitt gebe es neun Hurrikans pro Saison, die bis zum November dauert, sagte Pels- Leusden.
(apa)
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