Donnerstag, 14. Juli 2005

Grausam: Die chinesische Polizei ließ
einen Ring von Baby-Händlern auffliegen

  • Mehrere Kinder starben in der Gewalt der Entführer

Die chinesische Polizei hat nach Angaben staatlicher Medien eine Verbrechergruppe verhaftet, die einen grausamen Handel mit entführten Säuglingen trieb. Bei dem Einsatz in der Provinz Henan seien 28 Menschen festgenommen worden, 27 Kinder im Alter zwischen zehn Tagen und 18 Monaten seien gerettet worden, berichteten Medien am Donnerstag.

Eine unbekannte Zahl von Kindern sei "wegen unzureichender Versorgung" in der Hand der Menschenhändler umgekommen. Die Polizei gehe davon aus, dass der Entführerring Verbindungen in andere Landesteile gehabt habe und für die Entführung vieler weiterer Kinder verantwortlich sei.

Der "Handel" mit Kleinkindern in der Volksrepublik gilt als einträgliches Geschäft. Im vergangenen Jahr retteten Sicherheitskräfte nach Behördenangaben etwa 3.500 Kinder aus der Gewalt von Entführern. Begünstigt wird der Kinderhandel durch die strenge staatlliche Geburtenkontrolle im Rahmen der "Ein-Kind-Politik" und durch die traditionell weit verbreiteten Wunsch der Chinesen, lieber Söhne als Töchter zu haben.

(apa)

14.7.2005 08:20