Neuerlich Zusammenstöße in Nordirland: 80
Verletzte nach Oranier-Märschen in Belfast
- Randalierer warfen Brandbomben auf Polizisten

Bei Ausschreitungen in Belfast während eines der traditionellen Oraniermärsche sind etwa 80 Polizisten verletzt worden. Wie die Sicherheitskräfte am Mittwoch berichteten, wurden die Polizisten unter anderem mit selbst gebastelten Brandbomben angegriffen.
Die Beamten waren zum Schutz des protestantischen Oraniermarsches im Einsatz, als sie von vermeintlich radikalen katholischen Republikanern angegriffen wurden. Außer den Polizisten seien sieben Menschen verletzt worden, hieß es weiter. Einige der Randalierer wurden festgenommen.
Die Oranierumzüge erinnern an die Schlacht am Fluss Boyne im Jahre 1690. Damals hatte der protestantische britische König Prinz William von Oranien seinen gestürzten katholischen Vorgänger James II. endgültig geschlagen. In der Vergangenheit war es während dieser Paraden in Belfast oft zu schweren Ausschreitungen gekommen, weil die katholischen pro-irischen Bewohner die Märsche als Provokation auffassen.
(apa)
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