Dienstag, 12. Juli 2005

Erbitterter Kampf gegen die Natur: Hurrikan
"Emily" schlug erneut in Mexiko zu

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Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ist der Hurrikan "Emily" in der Nacht auf Mittwoch mit zerstörerischer Kraft auf mexikanisches Gebiet vorgedrungen. Er erreichte mit Sturmgeschwindigkeiten von 205 Stundenkilometern den an Texas (USA) angrenzenden Staat Tamaulipas, etwa 160 Kilometer südlich der Grenze Mexikos mit den USA.

Nach Angaben des mexikanischen Wetterdienstes hat das Auge des Hurrikans einen Durchmesser von 30 Kilometern, es bewege sich mit 13 Kilometern in der Stunde in Richtung Nordosten. Dabei werde sich der Wirbelsturm auf 140 Stundenkilometer abschwächen.

Nach seinem zerstörerischen Zug über die mexikanische Halbinsel Yukatan war "Emily" zum Hurrikan der Stufe 1 herabgestuft worden. Doch über dem Golf von Mexiko hatte "Emily" erneut Kraft getankt und war zum bedrohlichen Hurrikan der Stufe drei herangewachsen.

In Tamaulipas und in Texas waren Schutzmaßnahmen ergriffen worden. Nach Angaben der Regierung von Tamaulipas wurden dort 17.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Der Hurrikan hatte insgesamt einen Durchmesser von 400 Kilometern, so dass seine Auswirkungen mit starken Winden und heftigen Regenfällen auch im Süden von Texas (USA) und in den mexikanischen Staaten Veracruz und Nuevo Leon zu spüren waren. Vor allem wurde dort mit Überschwemmungen gerechnet.

Unterdessen hat sich auf der anderen Seite von Mexiko der Tropensturm "Eugene" weiter vom Festland in den Pazifischen Ozean entfernt. "Eugene" ist ein schwacher Zyklon mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Stundenkilometer, der vor allem im Staate Jalisco und im Süden der Baja California zu lang anhaltenden Regenfällen geführt hat. Von Juni bis Oktober ist in der gesamten Region Regenzeit.

(apa/red)

12.7.2005 20:47