Anschlag auf Elektrizitätswerk: ETA verübt wieder Bombenattentat in Norden Spaniens
- Auch Anschlag auf italienisches Kulturinstitut
Mutmaßliche Terroristen der baskischen Untergrundorganisation ETA haben am Dienstag einen Bombenanschlag auf ein Elektrizitätswerk nahe Bilbao in Nordspanien verübt. Nach Angaben der Polizei gab es weder Verletzte noch Sachschäden. Die rund 250 Mitarbeiter seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Insgesamt vier Sprengsätze seien auf dem Gelände der Anlage explodiert. Eine halbe Stunde zuvor hatte ein anonymer Anrufer im Namen der ETA vor dem Anschlag gewarnt.
Das von einem irischen Unternehmen betriebene Stromwerk in der baskischen Ortschaft Amorebieta war erst kürzlich fertig gestellt worden und ist noch nicht ans Netz gegangen. Umweltschützer und Einwohner der Gegend hatten gegen den Bau protestiert. Zuletzt hatte die ETA vor zwei Wochen einen Autobombenanschlag auf ein Sportstadion in Madrid verübt. Auch damals gab es weder Verletzte noch Schäden. Mit den Attentaten will die Organisation die Regierung nach Überzeugung von Antiterror-Experten zu Verhandlungen über die Unabhängigkeit des Baskenlandes zwingen.
In Barcelona wurde am Dienstag bei einem Bombenanschlag mutmaßlicher Anarchisten auf das italienische Kulturinstitut ein Polizist leicht verletzt. Der in einer Thermoskanne versteckte Sprengsatz explodierte vor dem Haupteingang des Gebäudes, als ein Spürhund der Polizei daran schnüffelte, wie die spanischen Behörden mitteilten. Der Hund wurde durch die Explosion getötet. Der 33-jährige Polizist sei leicht am Arm verletzt worden, hieß es. (apa/red)
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