Dienstag, 12. Juli 2005

Entwarnung nach Bombendrohung: U-Bahn in Warschau wurde komplett geräumt

  • Bürgermeister geht von falschem Alarm aus

Nach einer Bombendrohung hat die polnische Polizei am Dienstag die Warschauer U-Bahn evakuiert. Es habe sich jedoch schnell herausgestellt, dass es sich wahrscheinlich um einen falschen Alarm gehandelt habe, sagte Bürgermeister Lech Kaczynski.

Der Anruf ging gegen 13.00 Uhr Mittag ein. Polizei und Feuerwehr räumten sofort die U-Bahn, die aus einer einzigen Linie entlang der Nord-Süd-Achse der Hauptstadt besteht. "Ich habe die Entscheidung in einer Minute getroffen", sagte der Bürgermeister dem Fernsehsender TVN24. "Wir haben die Information erhalten, dass die Bombe in 15 Minuten an einer der Stationen explodiert. Es war keine Zeit nachzudenken." Die 15 Minuten seien jedoch ohne Zwischenfall verstrichen. "Wahrscheinlich war es falscher Alarm, aber wir haben keine Garantie."

Polizeisprecherin Alicja Hyrtek erklärte, bei dem Anrufer habe es sich offenbar um einen Polen gehandelt, der seinen Namen nicht genannt habe. "Unter solchen Bedingungen, fünf Tage nach der Tragödie in London, können wir kein Risiko eingehen." (apa/red)

12.7.2005 14:16