Eine Woche nach Zulassung: In Spanien hat das erste Homosexuellen-Paar geheiratet
- Carlos und Emilio gaben sich in Madrid Ja-Wort
- Plus: Spanien will therapeutisches Klonen legalisieren
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Eine Woche nach der Zulassung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Spanien hat am Montag das erste Schwulen-Paar geheiratet. Carlos und Emilio gaben sich in dem Madrider Vorort Tres Cantos das Ja-Wort, wie der Rundfunk am Abend berichtete. Das Paar wurde von einem Stadtrat der Vereinten Linken getraut.
Das von der sozialistischen Regierung eingebrachte Gesetz war am 30. Juni gegen die Stimmen der konservativen Opposition vom Parlament beschlossen worden. Am Sonntag darauf trat es in Kraft.
Nach den Niederlanden und Belgien ist Spanien weltweit das dritte Land, das Homo-Ehen erlaubt. Zudem können Homosexuelle in Spanien Kinder adoptieren. Die konservative Volkspartei prüft die Aussichten einer Verfassungsklage. Sie will damit das von der Katholischen Kirche heftig kritisierte Gesetz stoppen.
Spanien plant Legalisierung von therapeutischem Klonen
Spanien plant indes nach Angaben von Gesundheitsministerin Salgado auch eine Legalisierung des therapeutischen Klonens. Das Gesetz könne voraussichtlich im kommenden Jahr in Kraft treten, sagte Salgado. Es werde jedoch strenge Einschränkungen geben und es sei klar, das reproduktives Klonen definitiv verboten bleibe.
Angesprochen auf mögliche Konflikte mit der katholischen Kirche sagte Salgado: "Die Kirche hat sich immer gegen Fortschritte der Wissenschaft gestellt, aber glücklicherweise hat die Wissenschaft weiter Fortschritte gemacht. Und deswegen leben wir unter besseren Bedingungen."
Beim therapeutischen Klonen werden Embryonen gezüchtet, um daraus Stammzellen zu gewinnen.(apa/red)
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