Nach Hochwasser in Salzburg: Rasche und unbürokratische Hilfe versprochen
- Burgstaller, Eisl und AK sagen Unterstützung zu
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Das Land werde alles dazu beitragen, den durch das Hochwasser Geschädigten rasche und unbürokratische Unterstützung zu bieten - sowohl bei der Schadensschätzung als auch durch Gelder des Katastrophenfonds des Landes, teilten Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) und Wasserwirtschafts- und Katastrophenfonds-Referent LR Sepp Eisl (V) in Stellungnahmen mit. Auch die Arbeiterkammer hat rasche Hilfe für Betroffene zugesagt, damit sie Zinsen lose Kredite aufnehmen können.
Burgstaller habe mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) telefoniert und den Bund um Unterstützung beim Ausbau der Hochwasserschutzbauten in den besonders gefährdeten Gebieten wie z.B. in Mittersill aber auch in Golling zu erhalten, da Hochwasserschutzbauten zu einem großen Teil vom Bund finanziert werden. Der Haken an der Sache sei, dass das Land vom Bund eine viel zu geringe jährliche Sonderfinanzierung bekomme. Burgstaller appellierte auch an die Grundeigentümer, dass sie zuließen, dass Schutzbauten errichtet werden.
"Wir setzen nun alles daran, gemeinsam mit den Gemeinden Anlaufstellen für die von Hochwasserschäden betroffenen Menschen aufzubauen und möglichst rasch die Unterstützung durch den Katastrophenfonds zu beginnen. Wir stocken in der zuständigen Abteilung auf, um alle Anfragen, Anträge und Fälle schnell und unkompliziert behandeln zu können. Aufgenommen werden die Schadensmeldungen wie auch beim Hochwasser 2002 von den Gemeinden, die mit uns in engem Kontakt stehen", erklärte der Landesrat. Es gebe bereits eine enge Abstimmung mit der Wirtschaftskammer, die ihren Betrieben auch Unterstützung zugesagt habe. "Wir kümmern uns um eine zentrale Abwicklung der Schadenshilfe, damit diese schnell und effizient stattfinden kann", so Eisl.
Der bereits teilweise umgesetzte Hochwasserschutz in Kuchl (Untermarkt) habe Wirkung gezeigt, auch Golling, wo das Projekt bereits wasserrechtlich verhandelt wurde, sei heuer großteils verschont geblieben. Auch in Niedernsill konnte durch bereits weit fortgeschrittene Schutzmaßnahmen eine Überschwemmung des Ortes verhindert werden. "In Mittersill liegt beim Land seit längerer Zeit ein Hochwasserschutzprojekt vor, die Gemeinde hat vor rund einer Woche die Umsetzung dieses Projektes beschlossen. Ich sage jede Unterstützung für eine möglichst rasche Realisierung zu", so Eisl.
"Die Arbeitnehmer-Familien in den Hochwassergebieten können auf unsere Hilfe zählen", sagte AK-Präsident Siegfried Pichler und organisierte eine rasche Hilfsaktion: Jeder Haushalt mit einem AK-Mitglied kann einen zinsenlosen Kredit bei der Hausbank aufnehmen. Bis zu einer Kredithöhe von 5.000 Euro - ein Jahr tilgungsfrei, Gesamtlaufzeit fünf Jahre - übernimmt die AK die Zinsen mit einem Höchstbetrag von 300 Euro. "Uns ist wichtig, dass die Hilfe die Opfer möglichst rasch und unbürokratisch erreicht", sagte Präsident Pichler.
(apa/red)
