Gefährlicher Fund: Unbekannter deponierte Schlangen in Garten von Reptilienexperten
- Zwölf junge, hochgiftige Bambusnattern in Schachtel
- Fachmann vermutet: "Illegale Nachzucht loswerden"
Einen für jeden anderen Menschen unheimlichen, für ihn selbst aber recht normalen Fund hat ein Grazer Reptilien-Experte in seinem Garten gemacht: Ein Unbekannter hatte eine Schachtel mit der Aufschrift "Vorsicht, Gift!" auf einer Mülltonne im Garten des Grazers deponiert. Im Inneren befanden sich zwölf junge Giftschlangen, so genannte Weißlippige Bambusnattern. Die Tiere werden in den Terrarien des Schlangenfachmannes untergebracht.
Selbst für den Grazer Heinz Hubmann war der Fund "trotz seiner langjährigen Erfahrung" mit Schlangen eine einmalige Angelegenheit. Normalerweise kämen die Leute zu ihm in den Zoo und würden um die Aufnahme der Tiere bitten. Er vermute, so Hubmann laut dem Rundfunk, "dass jemand seine Nachzucht loswerden wollte, jemand, der die Tiere eben nicht angemeldet hat und wahrscheinlich illegal hält", glaubt der Reptilien-Experte.
Die illegalen Schlangenbesitzer würden immer mehr, so Hubmann. Der Grund dafür liege wohl im bundeseinheitlichen Tierschutzgesetz, das seit Jänner in Kraft sei, so Hubmann. Darin sein die Auflagen für Schlangenbesitzer drastisch verschärft worden. In der Steiermark gebe es den Vermutungen des Fachmannes zu Folge etwa sieben legale Schlangenbesitzer, während rund 300 Schlangenbesitzer ihre Tiere nicht angemeldet hätten.
Bei den Schlangen handle es sich um einen rund zehn Tage alten Wurf. Die seltenen Giftschlangen sind in Indien, Nepal und Südchina heimisch. Ihr Biss kann zum Tod führen.(apa/red)
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