St. Pölten: Anzeige gegen Ex-Regens
Küchl wegen Nötigung zurückgelegt
- Staatsanwaltschaft hat Vorerhebungen eingestellt
- Ex-Alumne hatte Vorwürfe gegen Küchl erhoben
Die Anzeige gegen den Ex-Regens des Priesterseminars in St. Pölten, Ulrich Küchl, wurde zurückgelegt. Ein ehemaliger Alumne hatte im Vorjahr sowohl Küchl als auch Subregens Wolfgang Rothe vorgeworfen, er sei im Zusammenhang mit den bekannt gewordenen Vorwürfen homosexueller Handlungen im St. Pöltner Priesterseminar von diesen unter Druck gesetzt und genötigt worden, eidesstattliche Erklärungen zu Gunsten von Küchl und Rothe zu unterfertigen.
Wie die Staatsanwaltschaft St. Pölten in einem Schreiben mitteilte, wurde die Anzeige des Alumnen am 20. Mai zurückgelegt. Der ehemalige Priesterschüler hatte außerdem behauptet, der damalige Diözesanbischof Kurt Krenn habe die Vorgangsweise Küchls gedeckt. Das Verfahren gegen Krenn wegen angeblicher Nötigung wurde bereits im Oktober 2004 eingestellt.
(apa)
