Sorger in NEWS: "Starre Arbeitszeiten und teurer Ökostrom kosten uns bereits Jobs"
- IV-Präsident warnt vor Abbau von Arbeitsplätzen
- Heftige Kritik übt er besonders an Niederösterreich
Vor dem Verlust von Arbeitsplätzen durch schlechte Rahmenbedingungen warnt der Präsident der Indusriellenvereinigung, Veit Sorger, in einem Interview für die morgen erscheinende Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. "In Österreich gehen Jobs durch verfehlte Politik wie teuren Ökostrom, Handymastensteuer und starre Arbeitszeiten bereits verloren", warnt der seit einem Jahr als IV-Präsident amtierende Sorger im Gespräch mit NEWS.
Als konkrete Beispiele für Jobverluste nannte Sorger im NEWS-Interview die Abwanderung der Donau Chemie Landeck sowie eine oberösterreichische Papierfabrik, die eine geplante Investition von 100 Millionen Euro nun abgesagt habe. Allein die abgesagte Investition bedeute 1.500 bis 2.000 Arbeitsplätze, die nun für Österreich verloren wären, so der IV-Präsident. "Es gibt Rahmenbedingungen, die es der Industrie in Österrreich schwer machen", kritisiert Sorger in NEWS. Er fordert vor allem, eine Lösung für den "zu teuren Ökostrom" zu finden.
Eine "ganz wesentliche Frage" ist für Sorger die Flexibilisierung der Arbeitszeit. "Daran führt kein Weg vorbei, weil es die fairste und die solidarischste Form einer Antwort auf die Globalisierung ist", zeigt sich Sorger im NEWS-Gespräch überzeugt. Kritik übt Sorger in dieser Frage an den Arbeitnehmervertretern: "Die Gewerkschaften schaffen es nicht, vor ihre Klientel hinzutreten und klar zu sagen, dass es notwenig ist. Es wäre schön, wenn der gesamte rechtliche Rahmen abgedeckt ist, aber es geht auch so wie jetzt mit vielen innerbetrieblichen Vereinbarungen", erklärt Sorger im NEWS-Interview. Auch an dieser Frage würden tausende Arbeitsplätze für Österreich hängen. Der IV-Präsident verweist dabei auf einen "oberösterreichischen Paradebetrieb, der Teile seiner Produktion ins Ausland ausgelagert hat, weil er mehr Flexibilität braucht", so Sorger in NEWS.
Heftige Kritik übt Sorger am Land Niederösterreich wegen der geplanten Handymastensteuer. "Es ist ein völlig falsches Standortsignal. Im Nachhinein Steuern einzuführen, ist nicht akzeptabel", so der IV-Präsident in NEWS. "Wir werden auch alles unternehmen, damit diese Belastung so nicht kommt", verspricht Sorger. Rechtsexperten der Industriellenvereinigung würden einige rechtliche Verstöße bei dieser Steuer orten. "Demnach sollte diese Steuer, so sie kommt, spätestens auf europäischer Rechtsebene wieder aufgehoben werden", zeigt sich Sorger im NEWS-Gespräch zuversichtlich.
Die ganze Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!
Euro-Krise Spanien16:18
Spanien am AbgrundRettung einer maroden Großbank stößt Spanien tief in den Strudel der Euro-Krise
Steiermark19:54
Tödlicher TauchgangFrau fährt in einen Wasserkanal der Mur. Lenkerin wird nur noch tot geborgen.
EURO 2012 Deutschland19:32
EM ohne DraxlerLöw sortiert vier Spieler aus dem Teamkader aus. Auch Stürmer Cacau nur Zuseher.
