"7-Punkte-Programm": Wirtschaft fordert zu Konjunkturbelebung 650 Millionen-Spritze
- Damit soll Wachstum bei ca. 2 % gehalten werden
- Punkte: Investitionsprämie, Arbeitsmarktmaßnahmen
·SPÖ: Forderung nach 4. Konjunkturpaket
Sozialdemokraten wollen Milliarden für Wachstum
·Juni-Bilanz: 4,2%mehr Job-Suchende
Österreich: Immer mehr Frauen ohne Arbeit
·Wifo und IHS senken ihre BIP-Prognosen!
Wachstum verlangsamt sich auf 1,8% bis 1,9%!
Ende vergangener Woche haben die heimischen Wirtschaftsforscher ihre Konjunkturprognosen für das heurige Jahr auf unter zwei Prozent Wachstum reduziert - am Montag hat die Wirtschaftskammer ihr angekündigtes "7-Punkte-Programm" zur Konjunkturbelebung vorgelegt. Mit Ausgaben von 650 Mio. Euro hofft man, die Konjunktur auf ein Wachstum von zwei Prozent stützen zu können.
Kernpunkte des Pakets sind eine neu gestaltete Investitionsprämie, die der heuer drohenden Halbierung der Anlageinvestitionen einen Riegel vorschieben soll, sowie Arbeitsmarktmaßnahmen, die nach Meinung der Wirtschaft zehntausende neue Jobs schaffen würden. "Wenn wir etwas tun, können wir den negativen Trend der Prognosen ins Positive umkehren", gab sich der wieder gewählte Wirtschaftskammerpräsident Leitl optimistisch. "Österreich muss sich selbst helfen."
Leitl warnte freilich davor, "mehr zu versprechen, als wir haben. 2 bis 4 Mrd. Euro haben wir nicht - und können sie daher nicht einsetzen", sagte Leitl in Anspielung auf eine SP-Forderung vom Wochenende, ein Konjunkturpaket in dieser Größenordnung zu schnüren. Leitl glaubt dagegen, dass sich die errechneten Kosten von 650 Mio. Euro relativ kurzfristig wieder amortisieren würden. Das budgetierte Defizit für den Staatshaushalt würde sich um lediglich einen Zehntelprozentpunkt erhöhen. (apa)
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