Hochspannung bei der Tour garantiert: Jan Ullrich glaubt weiter an seinen Gesamtsieg
- "Werde Armstrong bei jeder Gelegenheit angreifen"
- Nach Sturz: Deutscher dachte nie an eine Aufgabe
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Jan Ulrich, Sieger von 1997 und mehrmaliger Zweiter, unter anderem hinter seinem Dauerrivalen Lance Armstrong, glaubt weiter an einen möglichen Sieg bei der Tour de France. Trotz eines Trainingsunfalls, bei dem Ullrich in die Heckscheibe seines Begleitwagens stürzte, und trotz des bereits im ersten Zeitfahren erlittenen Rückstandes, will der Radprofi weiterkämpfen.
"Ich glaube ganz fest an meine Siegeschance und werde Armstrong bei jeder Gelegenheit angreifen", sagte er der "Bild"-Zeitung und erklärte weiter: "Ich habe mich gut vorbereitet. Die Form kann durch den Sturz nicht weg sein. Also habe ich die gleichen Chancen wie vor dem Start."
Deutscher dachte nie an eine Aufgabe
Erst am Sonntag, zwei Tage nach dem Sturz, von dem Ullrich eine Schnittwunde unmittelbar neben der Halsschlagader davongetragen hat, und einen Tag nach seinem Einbruch im Zeitfahren, bei dem er 1:06 Minuten auf Armstrong verlor, sei er wieder richtig zu sich gekommen. "Der diesjährige Auftakt ändert nichts an der Tatsache, dass ich gewinnen will", sagte er der "L´Equipe". Auch habe er nie an eine Aufgabe gedacht, denn er habe bei der Tour schon Schlimmeres erlebt: "Zum Beispiel die erste Tourwoche im Vorjahr, als ich wegen meiner Erkältung Antibiotika nehmen musste."
Auch Team-Arzt Lothar Heinrich bestätigt Ullrichs hervorragende Form. Test-Werten zufolge soll Ullrich mindestens mit Armstrong mithalten können. Die mentalen Auswirkungen des Trainingsunfalls und das Trauma des Überholtwerdens beim Zeitfahren sind allerdings nicht messbar.
Zur gleichen Zeit werden aber auch andere Sportler getestet: 45 Tourteilnehmer mussten sich Dienstag Früh einem Blutdopingtest unterziehen.
(apa)
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