Rad: Luttenberger sucht Selbstbestätigung auf den österreichischen Tour-Bergen!
- Nach verpatztem Giro d'Italia fährt "Lutte" in Heimat
- Schlechtwetter gefährdet Fahrt über Glocknerstraße
Wenn Peter Luttenberger im Rahmen der Österreich-Rundfahrt am Start steht, erwarten die Fans ein Spitzenresultat. Der Steirer spürt den Druck, der auf ihm als Lokalmatador lastet, doch nach einem harten Training ist er guter Dinge. "Auf meiner Teststrecke auf dem Reinischkogel war die Zeit im Vergleich zu vergangenen Jahren sehr gut", erklärte der Gesamt-Dritte von 2002 am Montag vor dem ersten Abschnitt in Linz.
Die Glockneretappe nach Nussdorf bei Lienz sieht er als ersten Formtest. Doch Schlechtwetter gefährdet die Fahrt über das "Dach der Tour", über eine Ersatzetappe wird erst am Renntag entschieden.
Luttenberger hat nach dem für ihn enttäuschend verlaufenen Giro d'Italia gut regeneriert, auf seiner wahrscheinlich letzten Rundfahrt in der Heimat greift er ein weiters Mal nach dem Sieg. Doch er nennt dieses große Ziel nicht dezidiert, zu oft sind seine Hoffnungen enttäuscht worden. "Nach dem Glockner weiß ich, ob meine Bein wirklich gut sind", sagte der Südsteirer.
Entscheidung am KitzbühlerHorn
Die Entscheidung wird auch nach Luttenbergers Ansicht im Einzelzeitfahren auf das Kitzbühler Horn am Donnerstag fallen. "Dort gewinnt oder verliert man die Tour. Wenn man da vorne ist, kann man den Rest mit einem starken Team gut kontrollieren", sagte der Wahl-Monegasse, der die CSC-Equipe hinter sich hat. Sollte es für den Kapitän aber nicht nach Wunsch rollen, steht Andy Schleck (LUX) bereit, der auf den Giro-Bergen Klasse bewiesen hat.
Die Wetterdienststelle Salzburg hat für den Bereich des Alpenhauptkamms Kälte, Nebel und Schneefall bis ca. 1.800 m prognostiziert. Es ist nicht auszuschließen, dass in 2.000 m Höhe rund 20 Zentimeter Schnee fallen werden. Von Bergtouren wird strikt abgeraten. Ob die Radprofis bis 2.423 m Höhe zum Fuschertörl bzw. auf 2.575 m zum Hochtor klettern müssen, entscheidet die Rennleitung Dienstag Früh.
Als Ersatz-Etappe wird ein Abschnitt über den Felbertauern nach Osttirol (187 statt der geplanten 175 km) ausgeschildert. Zuletzt war die Glocknerstraße 1994 wegen Schneefalls unbefahrbar gewesen, damals hatte Harald Morscher als letzter heimischer Amateur die Rundfahrt gewonnen.
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