Freitag, 8. Juli 2005

Sturm im UI-Cup ausgeschieden: "Wölfe" fressen die Grazer im Rückspiel mit 3:1

  • Petrow mit zwei Toren in Graz Sturms Sargnagel
  • 2:2 gegen Wolfsburg aus Hinspiel damit zu wenig

Für Sturm Graz ist das UI-Cup-Abenteuer 2005 am Samstag unglücklich bereits in Runde zwei zu Ende gegangen. Der Siebente der vergangenen T-Mobile-Bundesliga kassierte gegen den deutschen Bundesliga-Klub VfL Wolfsburg eine 1:3 (0:1)-Heimniederlage und schied eine Woche nach dem überraschenden 2:2 in Deutschland mit dem Gesamtscore von 3:5 aus.

Die Truppe von Coach Michael Petrovic, die in Runde eins die Rangers aus Andorra sicher bezwungen hatte, musste zwei Treffer des Bulgaren Petrow (11./Elfmeter, 78.) und ein spätes Gegentor des argentinischen Jokers Menseguez (92.) hinnehmen, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Routinier Neukirchner (68.) war Sturm jedoch auf dem Weg Richtung Runde drei gewesen.

Bei strömendem Regen begann die Partie aus Grazer Sicht denkbar schlecht, nämlich mit einem frühen Gegentor. Nachdem Nzuzi alleine vor Jentzsch zu lange gezögert hatte (7.), legte Sturms Youngster Gerald Säumel im eigenen Strafraum den argentinischen Spielgestalter D'Alessandro (10.), den fälligen Elfmeter verwandelte der Bulgare Petrow sicher ins linke Eck (11.).

Im Gegenzug verweigerte hingegen Referee Kari (FIN) nach einer Attacke von Hofland an Filipovic den Grazern einen Strafstoß (13.), Sekunden später scheiterte Silvestre per Kopf am VfL-Goalie (14.). Danach stockten die Sturm-Ausgleichsbemühungen jedoch, die Grazer agierten zu behebig und langsam, die in Bestbestzung angereisten Wolfsburger hatten das Geschehen knapp einen Monat vor dem Start der deutschen Bundesliga (6. August) sicher im Griff.

In der Pause brachte Sturm-Coach Petrovic den offensiven Neuzugang Tsimba ins Spiel und läutete damit die beste Phase seiner Elf ein. Die Hausherren drückten aufs Tempo, Gercaliu (52.) und Verlaat (56.) scheiterten aber an Jentzsch, Filipovic schoss drüber (58.). Nach 68 Minuten war der Bann jedoch gebrochen: Nach Vorlage von Kapitän Jürgen Säumel verwandelte Routinier Neukirchner mit einem gefühlvollen Außenristschuss ins kurze rechte Eck zum umjubelten und verdienten Ausgleich.

Die Grazer hatten damit bereits Drittrundengegner IFK Göteborg vor Augen, doch auf Grund eines unglücklichen Gegentores in der 78. Minute treffen die Schweden nun doch auf die Wolfsburger. Ein Schuss von Petrow, der vor dem Absprung zu Atletico Madrid steht, wurde vom eingewechselten Krammer unglücklich abgefälscht, Goalie Szamotulski war chancenlos. Die Schlussoffensive blieb unbelohnt, stattdessen machte Menseguez in der Nachspielzeit mit dem 1:3 alles klar.

(apa/red)

8.7.2005 12:40