Forderung von 286.000 Euro: Wörgl über -legt Schadenersatzklage gegen Bundesliga!
- Verein wird um Klassenerhalt in Tiroler Liga kämpfen
- Obmann: Klassenerhalt scheiterte an 395 Sitzplätzen
Die Enttäuschung über die verweigerte Bundesliga-Lizenz und den Abstieg aus der Red Zac Erste Liga sitzt beim SV Wörgl nach wie vor sehr tief. Die Tiroler, die in der kommenden Saison mit ihrem bisherigen Amateur-Team verschmelzen und in der Tiroler Liga das Ziel "Klassenerhalt" verfolgen, überlegen eine Schadenersatzklage gegen die Bundesliga in der Höhe von fast 300.000 Euro.
Auf einer Pressekonferenz am Freitag rechnete Wörgl-Obmann Andreas Widschwenter vor, dass dem Verein 250.000 Euro TV- und 36.000 Euro Red-Zac-Geld verloren geht. Zudem sind auf Grund des Abstiegs zahlreiche Sponsoren abgesprungen.
Der Schuldenstand des Vereins konnte in den vergangenen drei Jahren auf 350.000 Euro gesenkt werden, doch plötzlich muss man mit einem 40.000 Euro-Budget auskommen. Im Vorjahr waren es noch 650.000 Euro gewesen. Nun versucht der Klub dennoch gemeinsam mit Gemeinde, Land und Sponsoren an einer weiteren Schuldenreduzierung zu arbeiten.
Wörgls Lizenzantrag ist laut Widschwenter ("Am Finanziellen ist es nicht gescheitert") an 395 fehlenden Sitzplätzen gescheitert, der Verein fühlt sich krass benachteiligt. "In Pasching fehlten 1.200 Sitzplätze und die Lizenz wurde dennoch erteilt", betonte Widschwenter noch immer verärgert.
Sportlich haben von der Bundesliga-Mannschaft nur drei Spieler den Wörglern die Treue gehalten, nämlich Thomas Entner, Thomas Meixner und Sedat Erol. Der Kader wurde mit U19-Kickern aufgefüllt, Ziel ist wie zuletzt in der Red Zac Liga auch in der vierthöchsten Spielklasse der Klassenerhalt. Die Lust auf Bundesliga-Fußball ist Wörgl und Widschwenter offenbar bis auf weiteres vergangen: "Über das wollen wir derzeit nicht reden."
(apa)
