Freitag, 8. Juli 2005

Großeinkäufer liegt vorne: Trainer drängen Red Bull Salzburg in die Favoritenrolle!

  • Neun Betreuer nannten die Truppe von Kurt Jara
  • 6 Tipps für Austria, 5 für den GAK und 4 für Rapid

Was der LASK Linz in der am Freitag begonnenen Red Zac Ersten Liga, ist in der T-Mobile-Bundesliga, die am Dienstag in die mit Spannung erwartete neue Fußball-Saison startet, Red Bull Salzburg. Die zehn Trainer stempeln die Millionen-Truppe in einer von der APA-Sportredaktion durchgeführten Umfrage zum Favoriten auf den Meistertitel. Die Festspielstädter wurden gleich neun Mal genannt!

Auf die Frage nach dem Titelträger erhielt Cupsieger Austria Magna sechs "Stimmen", Vizemeister Liebherr GAK fünf, Meister Rapid vier, Nordea Admira wurde ein Mal angeführt. Mehrfach-Antworten waren möglich. Meistermacher Josef Hickersberger, der Paschinger Georg Zellhofer und SV Josko Rieds Heinz Hochhauser gaben sich im Vorfeld diplomatisch und meinten unisono: "Einer aus dem Quartett Austria, Salzburg, GAK und Rapid."

Walter Schachner (GAK) machte für sich aus diesem Kleeblatt mit Salzburg und Austria ein Duo. "Wobei die Salzburger den Vorteil haben werden, sich nur auf die Meisterschaft zu können." Auch "Stadtrivale" Michael Petrovic (Puntigamer Sturm Graz) hat mit Salzburg und dem GAK ein Paar auf seiner Meisterrechnung. Franz Lederer (SV Mattersburg) und Stanislaw Tschertschessow tippten nur auf die Salzburger.

Jara sieht fünf Titelkandidaten
Der Coach des Favoriten unter den Trainern selbst wollte sich dagegen nicht festnageln lassen und führte fast in einem Atemzug gleich fünf Namen an. "Rapid, Austria, GAK, Admira und wir haben etwa gleich gute Chancen", sagte der frühere Tirol-Meistermacher und Heimkehrer, der unter die ersten Drei der Meisterschaft kommen und damit einen Europacupstartplatz erobern will. Admira mag überraschen, doch auch für Petrovic und Tschertschessow zählen die Südstädter zum Kreis der schärfsten Rivalen.

Selbstbewusst gibt sich der Feldherr des scheinbar größten Salzburger Konkurrenten, Peter Stöger von Austria Magna. Als Antwort kam ihm spontan "Austria" über die Lippen. Freilich vergaß der Kronsteiner-Nachfolger nicht, mit Rapid, dem GAK und den Salzburgern die härtesten Widersacher anzuführen. Viel hänge auch vom Verletzungspech und davon ab, wie lange man im Europacup dabei sei (Hickersberger).

Neben Fragen nach den einzelnen Meistertipps und den Zielen, die man sich für den eigenen Verein gesetzt hat, wollte die APA von den zehn Trainern auch die Meinung hören, was sowohl auf Klub- als auch Teamebene im kommenden Fußball-Halbjahr zu erwarten und ob die Entwicklung unseres Fußballs im Hinblick auf die Heim-EM 2008 auf einem guten Weg ist. Auch da hörte man viele interessante Antworten, aber auch so manche Kritik.

(apa)

8.7.2005 10:37