Klassenerhalt! Drei Aufsteiger in die Red Zac Erste Liga haben ein gemeinsames Ziel
- Kufstein will mit Glück und 35 Punkten oben bleiben
- Didulica darf auch für die Austria Amateure spielen
·Austria Amateure Red-Zac-Winterkönig!
Nach 4:0 über Kufstein. LASK biegt Altach mit 3:0
·Vastic hat auch in der Red Zac Liga Spaß
"Ivo": "In den nächsten zwei Jahren aufsteigen"
Erstmals in der Geschichte der Red-Zac-Ersten Liga stiegen heuer mit FC Kufstein (West), SC Schwanenstadt (Mitte) und Austria Amateure (Ost) die drei Regionalliga-Meister direkt in den heimischen Profi-Betrieb ein. Ein Trio, das in neuer Fußball-Umgebung vor allem ein Ziel vor Augen hat, das da heißt: Klassenerhalt!
Die Tiroler waren vor sieben Jahren aus der Ersten Division abgestiegen und haben sich zuletzt in drei Jahren Westliga konsolidiert. Obwohl Stadt und Region voll hinter dem Verein stehen und fünf Neue engagiert wurden, gibt man sich im Westen keinen Illusionen hin. "Wir sind einer der Abstiegskandidaten. Wir wollen 35 Punkte erreichen, vielleicht reicht das mit ein bisschen Glück", sagt Geschäftsführer Martin Schrapfeneder.
Schwanenstadt hat einen Drei-Stufen-Plan
Auch die Schwanenstädter, der vierte oberösterreichische Vertreter im Profi-Fußball, haben drei Jahre auf den Aufstieg hingearbeitet. "Wir wollen in der Liga bleiben und uns danach wirtschaftlich steigern und dann vorne mitspielen", nannte Klubmanager Helmut Nussbaumer das kurz- und mittelfristige Ziel der Oberösterreicher. Trainer ist mit Andrzej Lesiak ein alter Bekannter. "Er hat keinen Star, aber eine kompakte Mannschaft. Wer Andrzej kennt, weiß, dass für ihn Disziplin alles ist", meint Nussbaumer.
Dritter im Bund der Neuen sind die violetten "Fohlen", die unter Karl Daxbacher innerhalb von drei Jahren in der Ostliga vom Abstiegskandidaten zum Aufsteiger avancierten. "Nicht gleich wieder abzusteigen ist das Ziel des Vereins. Ich möchte mehr, einen Platz zwischen vier und sieben und von meiner Mannschaft attraktiven und offensiven Fußball sehen", sagt der Trainer. Und wenn dann noch, der eine oder andere weitere Junger den Sprung in die A-Austria schafft, wäre das umso schöner.
Vermutungen, wonach es durch etwaige Verstärkungen durch die Stöger-Truppe in der Ersten Liga zu Wettbewerbsverzerrung kommen könnte, wies der Ex-Internationale zurück: "Es ist nicht geplant, von oben Spieler zu holen." Das wäre auch nur beschränkt möglich, weil es entsprechende Regeln gibt. Nur folgende zehn, vor Saisonstart auf einer eigenen Liste stehende Spieler können in beiden Ligen eingesetzt werden: Pomper, Suchard, Mählich, Toth, Schießwald, Parapatits, sowie Didulica, Safar, Dos Santos, Troyansky.
Ausnahmeregelung für Langzeitverletzte
Eine Ausnahme gibt es für Langzeitverletzte des Oberhaus-Vereins. Waren solche Spieler zuletzt mindestens acht Pflichtspiele nicht im Einsatz, dürfen sie für die Amateure zwei Mal spielen. An der Bestimmung scheiden sich die Geister. Während Manfred "Waschi" Mertel (FC Kärnten) keine Verfälschung befürchtet ("Austria ist ein seriöser Verein, der die Talente im Auge hat"), kritisiert Hans-Peter Schaller (SV Kapfenberg): "Wir Trainer haben darüber nicht mitgestimmt, müssen damit daher leben."
Stichwort Trainer: Von den sieben aus der vorigen Saison verbliebenen Erstligisten haben FC Kärnten (Mertel statt Peter Pacult), Austria Lustenau (Heinz Fuchsbichler statt Andreas Heraf) und SCR Altach (Michael Streiter statt Hans Trittinger) neue Betreuer. Mertel hat sich zur Eröffnung des neuen Stadions in Klagenfurt den Aufstieg 2007 zum Ziel gesetzt.
(apa)
