Nächste Runde im Formel 1-Machtkampf eingeläutet: Hersteller-Treffen in München!
- Beratungen über Konzept für künftige Ausrichtung
- Ferrari nicht dabei, Teilnahme von Jordan unklar
Im Kampf um die Macht in der Formel 1 wird die nächste Runde eingeläutet. Vier Tage vor dem GP von Großbritannien treffen sich die fünf Motorenhersteller BMW, Mercedes, Renault, Honda und Toyota sowie fast alle Teamchefs heute in München, um über das Konzept für die zukünftige Ausrichtung in der Formel 1 zu beraten.
Außerdem suchen die Fahrer am Freitag, zwei Tage vor dem Rennen in Silverstone, die Aussprache mit Max Mosley, dem Präsidenten des Automobil-Weltverbandes FIA, um Konsequenzen aus dem Skandalrennen in Indianapolis zu ziehen.
Schon am Montagabend legte die FIA die endgültige Fassung der Regeln für die Saison 2008 vor, die im Wesentlichen den vor dem Indianapolis-GP gemachten Vorschlägen entsprechen. Nach der Farce beim US-Rennen, als nach den Reifenproblemen der Michelin-Teams nur die drei Bridgestone-Rennställe an den Start gegangen waren, wurde in die Schlussversion allerdings eine zusätzlicher Passus eingefügt. Sollte ein Reifen sich als nicht haltbar erweisen, darf ein "Notfallreifen" aufgezogen werden. Allerdings baut die FIA für die Zukunft sowieso auf Einheitsreifen.
Beim Formel-1-Gipfeltreffen wird Ferrari einmal mehr nicht dabei sein. Die Italiener haben bereits das neue Concorde Agreement akzeptiert und sich auf die Seite der FIA geschlagen. Unklar ist, ob Jordan-Honda am Meeting teilnimmt, bei dem der Gegenentwurf zum FIA-Konzept erarbeitet werden soll. Vor der Sommerpause nach dem Großen Preis von Ungarn am 31. Juli soll es vorliegen. Red Bull Racing wird hingegen durch den sportlichen Direktor Christian Horner vertreten sein.
Unklar ist, ob Rekord-Weltmeister Michael Schumacher beim Treffen der Piloten mit Mosley dabei sein wird. Ferrari-Teamchef Jean Todt stärkte dem FIA-Präsidenten bereits den Rücken und machte Front gegen die anderen Teams: "Sie setzen alles daran, dass er sein Amt niederlegt. Es geht nicht um die Sicherheit, es geht auch nicht um Reifen, es geht um Politik."
(apa)
