Montag, 4. Juli 2005

Triathlon: Kate Allen nimmt aus Kampfsieg beim Ironman in Kärnten Positives mit

  • Die Vorbereitung ist auf die Hawaii-WM ausgerichtet
  • Davor ist nur die Europameisterschaft ein Thema

Kate Allen ist über Klagenfurt nach Hawaii geschwommen, geradelt, gelaufen. Die Triathlon-Olympiasiegerin hat am Sonntag im Ironman rund um den Wörthersee vor atemberaubender Landschafts- und Publikumskulisse zwar einen souveränen Erfolg gelandet, es war aber ein Kampfsieg. Dem die 35-Jährige nach einer ersten aufbauenden Infusion und Massage einiges Positives abgewinnen konnte: "Es war gut, wieder einmal so ein hartes Rennen zu haben. Dass es immer leicht geht, das ist auch nicht das Beste."

Die Siegerzeit von 9:07:04 Stunden nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen lag deutlich über dem Weltrekord von 8:50:53 und über der persönlichen Bestmarke Allens von 8:54:01, die sie 2003 bei ihrem Triumph in Klagenfurt aufgestellt hatte. "Ich habe versucht, den Marathon von 2003 in den Kopf zu bekommen, der so gut gegangen ist, aber das ist nicht gelungen. Es war sehr hart", bekannte die Wahltirolerin.

Ehemann, Manager und Betreuer Marcel Diechtler meinte erst, "wir müssen das Rennen in Ruhe analysieren, schauen, was der Grund für die Zeit war", sagte dann aber gleich: "Eigentlich ist es normal, dass es so gekommen ist, es war ein bisschen auch ein Risiko. Wir sind ja erst seit sechs Wochen im Training und die ganze Vorbereitung ist auf Hawaii ausgerichtet." Und so war denn auch die in Klagenfurt vielumjubelte Athletin zufrieden: "Ich war müde, die vergangen zwei Wochen waren ein bisschen zu viel Trubel. Ich sollte zufrieden sein."

Der ursprünglich eingeplante Lifetime Triathlon in Minneapolis (USA) am 16. Juli - ein Jagdrennen Männer gegen Frauen (der Sieg ist unglaubliche 250.000 Dollar wert) - wird von der persönlichen Wettkampf-Hitliste gestrichen. "Bis dahin ist zu wenig Zeit, eine gute Vorbereitung ist nicht möglich." Auch die Kurzstrecken-WM in Japan am 9. September ist kein Thema mehr. "Das ist zu knapp vor Hawaii", will Allen nicht leichtfertig handeln. Sehr wohl wird aber ein Antreten bei der Kurzdistanz-EM in Lausanne am 20./21. August angedacht.

Saisonhöhepunkt ist jedoch die WM am 15. Oktober in Kailua Kona auf Big Island. Davor steht für Österreichs "Sportlerin des Jahres 2004" ein vier- bis fünfwöchiges Trainingslager auf den Kanaren zur Diskussion. "Die Bedingungen sind ähnlich wie jene auf Hawaii, windig und heiß. Vielleicht bleiben wir aber auch in Österreich", will die gebürtige Australierin die Entscheidung gemeinsam mit ihrem Umfeld kurzfristig treffen.

(apa)

4.7.2005 10:39