Trotz aufgestockter Finanzhilfen: Afrika über Ergebnisse des G-8-Gipfels enttäuscht
- Maßnahmen bekämpfen Armut nicht effektiv
- Ausweitung des fairen Handels gefordert
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Live-8-Organisatoren:
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Die Erwartungen vor dem G-8-Gipfel im schottischen Gleneagles waren groß: Endlich sollte Afrika im Mittelpunkt stehen, endlich wollten die Staats- und Regierungschefs unter dem Druck der Öffentlichkeit die Hilfe für den Kontinent ausbauen und den Menschen aus der Armut helfen. Das Ergebnis enttäuschte jedoch viele Hilfsorganisationen und Betroffene.
Im Allgemeinen wurden die Verdopplung der Finanzhilfen für Afrika auf 50 Mrd. Dollar (42,0 Mrd. Euro), der Schuldenerlass und das Bekenntnis zu einem fairen Handel positiv aufgenommen. Diese ersten Schritte seien gut gemeint, doch geschehe damit zu wenig zu spät und ohne ausreichende Kontrollen, dass das Geld auch wirklich die Menschen erreiche, hieß es.
Die Hilfsorganisation Action Aid erklärte, die Maßnahmen könnten das Problem Armut nicht effektiv angehen und Afrika Gerechtigkeit bringen. Nicht einmal die Hälfte des zugesagten Geldes bis 2010 werde zusätzlich aufgebracht, da die G-8 viele Mittel an anderer Stelle abzögen, erklärte Action Aid.
Der versprochene faire Handel sei zwar nicht genug für die afrikanischen Bauern, bedeute aber immerhin eine Veränderung in der G -8-Strategie im Kampf gegen die Armut, erklärte die Bauernorganisation Farmer Own Kenya. Die britisch-kenianische Initiative berät Bauern beim biologischen Anbau und unterstützt den Export der Produkte nach Europa. Sprecherin Mildred Olweny erklärte, man sei enttäuscht, dass die Staats- und Regierungschefs der G-8 keinen detaillierten Plan für die Öffnung ihrer Märkte vorgelegt hätten.
Auch die Bürger der betroffenen Länder Afrikas zeigten sich skeptisch angesichts der Hilfszusagen aus dem fernen Schottland. "Sie können uns finanzielle Hilfe geben, aber das Geld fließt zu ihnen zurück", sagte Joao Bucuane in Mosambik. "Sie schicken ihre Leute, um mit uns zu arbeiten und zahlen ihnen hohe Gehälter."(apa/red)
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