"Vielleicht Anfang des Endes der Armut": UN-Generalsekretär lobt G-8-Gipfel-Ergebnis
- Entwicklungshilfe um 50 Mrd. Dollar aufgestockt
- Entwicklungshilfe soll den Terrororismus eindämmen
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Entwicklungshilfe um 50 Mrd. Dollar aufgestockt
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Im High Society-Treff geht es ums arme Afrika
Für UN-Generalsekretär Kofi Annan ist der G-8-Gipfel im schottischen Ort Gleneagles ein gelungener Anfang im Kampf gegen die Armut in vielen Ländern der Welt. "Ich hoffe, wir werden uns an Gleneagles als Start eines großen Vorhabens erinnern, vielleicht sogar als den Anfang des Endes der Armut" für Millionen von Menschen, sagte Annan in einer Erklärung, die am Freitagabend in New York veröffentlicht wurde. Darin lobt er den britischen Premierminister Tony Blair und die anderen G-8-Führer für ihre Beschlüsse zu Gunsten der Ärmsten in aller Welt.
US-Präsident George W. Bush wertete den G-8-Gipfel als Erfolg. Großen Anteil daran habe Blair, sagte der stellvertretende US-Sicherheitsberaters Faryar Shirzad zum Abschluss des Treffens am Freitag. Das Treffen bedeute einen "großen Erfolg sowohl für den Premierminister als auch für den Präsidenten der USA", sagte Shirzad. Das dreitägige Treffen "war ein wichtiger Schritt vorwärts im Ringen um die Verbesserung des Lebens vieler Menschen". Es seien nicht nur bei den Themen Klimaschutz und Afrika gute Ergebnisse erzielt worden, sondern auch in Fragen des Welthandels, der Weiterverbreitung von Massenvernichtungsmitteln und dem Friedensprozess im Nahen Osten.
Entwicklungshilfe soll internationalen Terror eindämmen
Die reichen Industriestaaten und Russland (G-8) wollen nach den schweren Anschlägen in London dem internationalen Terrorismus mit einer Verdopplung der Entwicklungshilfe den Nährboden entziehen. Bis 2010 sollen jährlich 50 Milliarden Dollar (gut 42 Milliarden Euro) zusätzlich in die armen Länder der Erde fließen, um vor allem in Afrika Armut und Hunger auszurotten sowie für Bildung und Gesundheit zu sorgen. Zum Abschluss des G-8-Gipfels am Freitag im schottischen Gleneagles schmiedeten die Staats- und Regierungschefs eine weltumspannende Allianz, um der akuten Terror-Bedrohung Herr zu werden. Die Attentate auf das Londoner Nahverkehrssystem mit mehr als 50 Toten und 700 Verletzte dominierten das dreitägige Treffen.
Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder zeigte sich mit dem Treffen zufrieden. "Ich würde glauben - trotz aller Tragik, die auf diesem Gipfel liegt - dass er in der Sache durchaus erfolgreich war", sagte Schröder. Blair sprach von wichtigen Erfolgen. Blair, der den Gipfel zeitweise für Krisensitzungen in London verlassen musste, hatte Entwicklungshilfe und Klimaschutz zu seinen Top-Prioritäten gemacht.
Zur G-8 gehören die USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Japan, Großbritannien und Russland. Den nächsten G8-Gipfel richtet Russland voraussichtlich im Juli 2006 in St. Petersburg aus.
Russland lädt die sieben führenden Industriestaaten zum nächsten G8-Gipfel 2006 nach Sankt Petersburg ein. Das teilte Präsident Wladimir Putin am Freitag mit. In Petersburg werde die weltweite Energieversorgung sowie das Thema Bildung im Mittelpunkt stehen. Nach Angaben aus der russischen Delegation wird der Gipfel im Juli sein, das genaue Datum stehe aber noch nicht fest.
(apa)
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