Kampf gegen den Terror: Multinationale Truppe im Irak hält fünf US-Bürger gefangen
- Verdächtige haben alle doppelte Staatsbürgerschaft
Die US-geführte multinationale Truppe im Irak hält derzeit fünf verdächtige US-Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft gefangen. Es handle sich um einen Iraner, drei Iraker und einen Jordanier mit US-Staatsbürgerschaft, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums in Washington.
Der Verdächtige mit iranischer und US-Staatsbürgerschaft soll demnach der Terrorgruppe des jordanischen Extremisten Abu Musab al-Zarqawi angehören. Den übrigen Männern werde vorgeworfen, von Anschlägen auf die US-geführte Koalition gewusst zu haben beziehungsweise in verdächtige Aktivitäten verwickelt zu sein.
Am Mittwoch hatte die Familie eines US-Bürgers, den die US-Armee seit 40 Tagen im Irak gefangenhält, mitgeteilt, dass sie seine Freilassung einklagen wolle. Cyrus Kar, ein im Iran geborener US-Bürger, sei am 17. Mai in den Irak eingereist, um dort einen Dokumentarfilm zu drehen. Am 24. Mai habe er seine Tante in Los Angeles angerufen und ihr berichtet, dass die US-Armee ihn festgenommen habe, als er in einem Taxi unterwegs war. Der Taxifahrer hatte den Angaben zufolge eine Zeitschaltuhr bei sich, von der das Militär offenbar befürchtete, sie könne für eine Bombe verwendet werden.
Obwohl die US-Behörden im Anschluss mitgeteilt hätten, dass gegen Kar kein Verdacht bestehe, sei der 44-Jährige immer noch nicht freigelassen worden, erklärte die Amerikanische Bürgerrechtsunion (ACLU), die im Namen seiner Familie klagt. Die Haft verstoße gegen Verfassungsrecht, Bundesrecht und internationales Recht sowie gegen Bestimmungen der US-Armee. Kar werde ohne Anklage festgehalten und habe bislang weder mit seinen Angehörigen noch mit einem Anwalt sprechen dürfen. (apa)
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