Dutzend Tote bei Anschlag im Irak: Bombe geht in Hilla in Nähe eines Markts in die Luft
- Die Stadt wird mehrheitlich von Schiiten bewohnt
Bei einem Autobombenanschlag in der Nähe eines Marktes sind in der irakischen Stadt Hilla am Mittwochabend 13 Menschen ums Leben gekommen. Wie das polnische Militärkommando am Donnerstag berichtete, wurden 27 weitere Zivilisten verletzt. Hilla liegt rund 100 Kilometer südlich von Bagdad und ist mehrheitlich von Schiiten bewohnt.
Die US-Armee hat unterdessen ihrem umstrittenen Vertragspartner Halliburton im Irak neue Aufträge für fast fünf Milliarden Dollar erteilt. Die Zusammenarbeit hat dem in Texas ansässigen Konzern bisher Einnahmen von 9,1 Milliarden Dollar eingebracht. Die neuen Aufträge zum Aufbau der Infrastruktur seien bereits im Mai an die Halliburton-Tochter Kellogg Brown and Root vergeben worden, gab eine Armeesprecherin bekannt. Die Armee habe eine Bekanntgabe nicht als nötig erachtet.
Halliburton ist als Partner der Armee umstritten. Der Konzern wurde von 1995 bis 2000 von heutigen US-Vizepräsidenten Cheney geleitet. Einige US-Behörden überprüfen derzeit, ob das Unternehmen für einige seiner Auftragsarbeiten zu hohe Preise in Rechnung gestellt hat.
Der irakische Präsident Talabani wies indes Berichte zurück, wonach die Regierung mit Aufständischen verhandelt. US- Verteidigungsminister Rumsfeld hatte Ende Juni von solchen Kontakten berichtet. Talabani sagte dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera: "Es gibt keine Verhandlungen zwischen dem so genannten Widerstand und der irakischen Regierung. Dessen bin ich mir sicher." Die Regierung verhandle nur mit Gruppen, die keine Waffen trügen, sagte der irakische Präsident.
(apa)
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