Deutschland im Wahlkampf: Müntefering spricht sich gegen Große Koalition aus!
- SPD-Chef verteidigt das neue Wahlmanifest
- KLICKEN: Das ist das Wahlprogramm der SPD!
·Schröder stellte sein Wahlprogramm vor
"Keine Zusammenarbeit mit dem Linksbündnis"
·SPD präsentierte das Wahlmanifest 2005!
Klicken: Bekenntnis zu Reformkurs & Schröder
·Hat Kanzler Schröder noch eine Chance?
Umfrage: Ihr Tipp zum
Ausgang der Neuwahlen!
·Schröders Vorgehen ist "unehrlich"
Finden 49 Prozent der Deutschen in Umfrage
·Union: "Intensiv" auf
Neuwahl vorbereiten
Entscheidung will CDU 'in Respekt abwarten'
SPD-Chef Franz Müntefering hat einer Großen Koalition mit der deutschen Union eine Absage erteilt. Die rot-grüne Zusammenarbeit solle fortgesetzt werden, sagte Müntefering im ZDF-Morgenmagazin vom Mittwoch. Eine Zusammenarbeit mit der neuen Linkspartei aus PDS und WASG (Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit) schloss der SPD-Vorsitzende kategorisch aus.
Die sieben Jahre mit Rot-Grün seien gute Jahre für Deutschland gewesen, sagte Müntefering. "Wir wollen zunächst mal für unsere eigene Stärke kämpfen und dann möglichst die Koalition fortsetzen, so wie sie ist."
Ebenso wie der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder schloss auch der SPD-Parteichef eine Zusammenarbeit mit dem Linksbündnis aus. Er stimme in diesem Punkt voll mit Schröder überein, sagte Müntefering. Er wisse nicht, ob das Bündnis "was mit 'links' zu tun hat". Man tue den Menschen keinen Gefallen, wenn man Dinge verspreche, die nicht zu finanzieren seien, wie es die Spitzenpolitiker des Linksbündnisses, Oskar Lafontaine und Gregor Gysi, im Moment täten.
Müntefering verteidigte das SPD-Wahlmanifest. Die Partei habe den richtigen Weg für die kommenden Jahre eingeschlagen, erklärte er im Deutschlandfunk. Auch die Reformagenda 2010 sei richtig und werde ohne größere Korrekturen fortgesetzt. Die Punkte des Wahlprogrammes seien keine leeren Versprechen, sondern durchgerechnet.
SPD-Vizefraktionschef Ludwig Stiegler erklärte im Nachrichtensender n-tv, das Wahlprogramm sei auf mehrere Jahre angelegt, sodass man nicht nur ein Budgetjahr damit belaste. Eine Null-Ausgaben-Politik würde Deutschland in eine tiefe Rezession stürzen.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag nannte das SPD-Wahlmanifest ein "Wahlkampfpapier". Die SPD bekenne sich zwar im Grundsatz zur "Agenda 2010", nehme aber gleichzeitig zentrale Weichenstellungen ihrer bisherigen Reformpolitik wieder zurück. Zudem nenne die SPD fast durchgängig keine konkreten Vorschläge zur Finanzierung ihrer Wahlversprechen. Mit ihrem Wahlmanifest sei die SPD "auf einen Kuschelkurs mit den Gewerkschaften eingeschwenkt", erklärte der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, in der "Rhein-Neckar-Zeitung". (apa/red)
Deutsche Sklavin befreit11:41
Wusste Mutter davon?19-Jährige nach acht Jahren Martyrium gerettet - Nachbar: "Wurde wie ein Pferd eingespannt"
Nachbeben in Italien12:22
Weitere TodesopferSchon wieder schwere Schäden und Tote nach neuen Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
