Montag, 4. Juli 2005

Nach großer Empörung: Drogenfall um Schapelle Corby wird jetzt neu aufgerollt

  • Australierin in Indonesien zu 20 Jahren Haft verurteilt

In Indonesien wird der Fall einer Australierin wieder aufgerollt, die wegen Drogenschmuggels zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Ein Berufungsrichter stimmte am Montag einer Wiederaufnahme des Verfahrens zu.

Dabei wollen die Verteidiger der 27-jährigen Schapelle Corby neues Beweismaterial vorlegen und zwölf neue Zeugen präsentieren. Anschließend will das Oberste Gericht in Bali entscheiden, ob das im Mai gegen Corby gefällte Urteil noch einmal überprüft wird.

Im Surfgepäck der angehenden Kosmetikerin waren auf dem Flughafen der Urlaubsinsel Bali vier Kilogramm Marihuana gefunden worden. Sie will von den Drogen nichts gewusst haben und beteuerte ihre Unschuld, was ihr viele ihrer Landsleute auch glauben.

Das Urteil löste in ihrem Heimatland große Empörung aus. Corby ist eine von dutzenden Ausländern, die jedes Jahr in Indonesien wegen Drogendelikten verurteilt werden.

(apa)

4.7.2005 11:50