Touristen enttäuscht: Stephansdom kann nur noch gegen Gebühr besichtig werden!
- Nach der heftigen Kritik: Kirche senkt Eintrittspreis
- Soll man für den Steffl Eintritt bezahlen müssen?
Der Wiener Stephansdom reagiert auf die Kritik an der Absperrung von zwei Dritteln des Domes, die dadurch nur gegen 4,90 Euro Gebühr für einen Audio-Guide besucht werden konnten. Auf Grund der "Aufregung über das neue Zusatzangebot" sei ab sofort der Zugang zum abgesperrten Bereich ohne Audio-Guide für einen Euro möglich, so Dompfarrer Toni Faber in einer Aussendung.
Außerdem können Betende das Areal kostenfrei betreten. Die Besucher müssten lediglich den Aufsichtspersonen an der Kassa Bescheid geben. Dies sei eigentlich von Anfang an geplant gewesen, "aber vielleicht hat man es den Aufsehern nicht deutlich genug mitgeteilt", hieß es auf APA-Anfrage heute in der Dompfarre selbstkritisch. Außerdem könnten Betende den Dom außerhalb der Messfeiern nicht nur wie bisher bis zum Choreingang, sondern bis zur Kommunionbank nutzen.
"Der Eintritt in den Stephansdom ist nicht kostenpflichtig, seine Tore stehen allen Besuchern offen", unterstrich Faber weiters. Als Zusatzangebot werde der Audio-Guide "derzeit erprobt und optimiert". Rund 300 Personen hätten das Gerät bisher täglich genützt und äußerst positive Rückmeldung gegeben.
Ziel sei, die Würde des Kirchenraumes in der intensiven Besucherphase von Juli bis September zu erhalten. Dementsprechend ablehnend steht man in der Dompfarre mittlerweile einer angedachten Verlängerung über Oktober hinaus gegenüber. "Diese Regelung gilt nur bis zum 1. Oktober 2005. Danach gelten wieder die üblichen und gewohnten Regelungen", heißt es unmissverständlich. Im kommenden Sommer allerdings könnte das System wieder zur Anwendung kommen. (apa)
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