Kampf um Medizin-Uni: Bildungsministerin Gehrer gibt Garantie für Studienplätze
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Bildungsministerin Gehrer gibt eine Garantie für künftige Medizinstudenten ab: "Alle, die sich noch vor dem 7. Juli anmelden, müssen sich keiner Aufnahmeprüfung unterziehen", betonte die Ressortchefin am Dienstag vor dem Ministerrat. Die 1.560 Studienplätze an den medizinischen Universitäten seien noch lange nicht vergeben.
Die Ministerin verwies außerdem auf die Entscheidungsbefugnis der Universitäten. Die Rektorenkonferenz werde vorschlagen, ob bei deutschen "Numerus-clausus"-Fächern - wie Medizin, Psychologie und Biologie - Aufnahmeverfahren oder Eingangssemester eingeführt werden. "Alle Vorbereitungen sind getroffen." Und: "Wir haben Universitäten, die das entscheiden können", sagte Gehrer.
Kein Engpass an Kleingruppen-Plätzen in Sicht
Die Aufregung zahlreicher angehender Studenten, möglicherweise keinen Kleingruppen-Studienplatz an der Medizin-Uni Wien zu bekommen, war offenbar unbegründet. Nach dem Ansturm am Montag gab es heute, Dienstag, lediglich rund 70 Anmeldungen, heißt es dazu seitens der Wiener Medizin-Uni. Rund zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Plätze sind damit noch zu haben, ein Engpass nicht absehbar.
Am Montag hatte es rund 470 Anmeldungen gegeben. Ein Grüppchen von 30 Studierwilligen hatte sogar in der Nacht auf Montag auf dem Campus übernachtet, um sich möglichst früh um einen Platz anstellen zu können.
"Wir haben bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass es keinen Grund zur Panik gibt", erklärte dazu Uni-Sprecher Bernd Matouschek gegenüber der APA. 1.560 Kleingruppen-Plätze stehen zur Verfügung, 540 sind bis jetzt vergeben. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass das Kontingent durch österreichische Studenten gar nicht ausgeschöpft wird.
Nicht absehbar ist für die Medizin-Uni allerdings, was nach dem am Donnerstag fallenden Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu den Zulassungsbeschränkungen für EU-Studenten an den heimischen Unis am Freitag passieren wird. Ob und wie viele so genannte Numerus Clausus-Flüchtlinge etwa aus Deutschland die österreichischen Universitäten stürmen werden, ist derzeit nicht absehbar.
(apa/red)
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