Zuwanderungs-Rekord 2004: Immer mehr Menschen ziehen nach Österreich
- 50.600 Personen mehr zu- als weggezogen
- Haupt-Herkunftsländer: Deutschland & Ex-Jugoslawien
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Die Zahl der Zuwanderer nach Österreich ist im Ansteigen. Im Vorjahr sind um 50.582 Personen mehr zu- als weggezogen, gab die Statistik Austria am Dienstag bekannt. Die wichtigsten Herkunftsländer sind die Staaten des ehemaligen Jugoslawien, Deutschland, Russland und die Türkei. Stark angewachsen ist in den vergangene Jahren die Zuwanderung aus den neuen EU- Staaten.
Insgesamt sind im Vorjahr 76.817 Menschen aus Österreich weggezogen, 127.399 sind ins Land gekommen. Das ergibt den Wanderungssaldo von 50.582. Rechnet man die österreichischen Staatsbürger heraus, von denen um 10.000 mehr das Land verlassen haben als zugezogen sind, bleibt bei Bürgern anderer Staaten sogar ein Wanderungs-Plus von 60.621.
Von diesen 60.000 wiederum kamen drei Viertel aus europäischen Staaten. An der Spitze der Herkunftsländer liegen die Staaten des ehemaligen Jugoslawien (ohne Slowenien), vor Deutschland, Russland und der Türkei.
Für die zehn im Vorjahr in die EU aufgenommenen Länder wird ein Wanderungssaldo von 8.842 angegeben. Die Zuwanderung aus diesen Ländern hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Von 2001 auf 2003 hat sich der Saldo fast verdoppelt, von 2003 auf 2004 erfolgte fast eine weitere Verdreifachung. Ins Gewicht fallen dabei vor allem Polen, Slowaken und Ungarn.
Zum Vergleich: Die Zuwanderung aus den "alten" EU-Staaten ist zwischen 2001 und 2004 nur von 6.392 auf 9.534 gestiegen.
Der Gesamtsaldo von 50.582 liegt um knapp 15.000 höher als 2003 und bedeutet einen neuen Rekordwert. Der Vergleich mit früheren Jahren ist allerdings nur bedingt zulässig: Asylwerber seien seit dem Frühjahr 2004 besser erfasst worden und scheinen daher zum Teil erstmals in der Berechnung auf, heißt es. Die Statistik Austria gibt den Effekt mit 10.000 bis 15.000 Personen an, was beinahe das gesamte Plus von 2003 auf 2004 erklärt.
Mehr als die Hälfte der Zuwanderung entfiel auf Wien. Mit großem Abstand folgen Oberösterreich, Niederösterreich und die Steiermark (apa/red)
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