Freitag, 1. Juli 2005

EU-Bürger urlauben gerne im Ausland: Die
Mehrheit empfindet Reisen als einfach

  • Probleme bereiten Verkehrsmittel und hohe Preise

Die Mehrheit der EU-Bürger findet das grenzenlose Reisen in anderen EU-Ländern mittlerweile genauso einfach wie im eigenen Land. Das geht aus einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage unter 24.000 Europäern hervor.

Probleme bereitet den EU-Bürgern bei Auslandsreisen mit verschiedenen Transportmitteln nach wie vor die Suche nach Informationen, die hohen Preise und der Fahrscheinkauf, geht aus einer Umfrage im Auftrag der EU- Kommission hervor.

Reisen ins Ausland ist einfach
69 Prozent der EU-Bürger finden, dass grenzüberschreitendes Reisen nicht schwieriger ist, als innerhalb des Heimatlandes. Die Beurteilung der Leichtigkeit des Reisens ist den 25 Mitgliedstaaten dennoch sehr unterschiedlich: Während die Einwohner der Beneluxländer und Frankreichs aber auch Dänemarks zu 80 Prozent meinen, dass es ebenso problemlos ist, sich im eigenen Land zu bewegen wie in einem Nachbarland, sehen das nur rund 50 Prozent der Bürger in Litauen, Irland, Lettland oder der Tschechischen Republik so. Die Österreicher stimmen mit 64 Prozent zu.

Unzufrieden mit Öffis
Auch bei anderen Fragen entpuppen sich die Österreicher als eher unzufrieden mit den Transportmöglichkeiten in der EU aber auch im eigenen Land: Die Frage, ob die öffentlichen Verkehrsmittel ausreichend attraktiv sind, um auf das Auto zu verzichten, bejahen nur 42 Prozent - der geringste Wert hinter Luxemburg mit 37 Prozent. Der EU-Schnitt liegt bei 58 Prozent.

Internationale Reisen einfach zu planen
49 Prozent der Österreicher finden es einfach, eine internationale Reise mit verschiedenen Verkehrsmitteln zu planen, verglichen mit 50 Prozent im EU-Schnitt. Am wenigsten Probleme haben hier die Zyprioten (72 Prozent), am meisten die Tschechen (30 Prozent).

Schlecht informiert
Über ihre Rechte als Passagiere wissen nur etwas mehr als ein Drittel der EU-Bürger Bescheid. Die Österreicher zählen hier offenbar zu den am besten informierten Reisenden hinter den Einwohnern Maltas. Nur 39 Prozent gaben an, nichts darüber zu wissen. (apa)

1.7.2005 16:23