Handymasten-Steuer: Grasser befürchtet eine Milliarden Euro Schäden für Wirtschaft
- Minister: "Hier wird Zukunftstechnologie besteuert"
- Sieht Breitband- und Infrastrukturinitiativen bedroht
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Niederösterreich führt die Liste mit 3.324 Masten an
Volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von einer Milliarde Euro befürchtet Finanzminister Karl-Heinz Grasser als Auswirkung der von Niederösterreich beschlossenen Steuer auf Handy-Masten. Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" (Wochenendausgabe) geht der Finanzminister massiv auf Distanz zu der von Niederösterreich beschlossenen Steuer auf Handymasten.
Er sei schon im Grundsatz gegen jede neue Steuer, so der Finanzminster zur "Wiener Zeitung". Hier komme ein zweites Motiv der Ablehnung hinzu: "Denn es wird eine Zukunftstechnologie besteuert." Das schade dem Standort Österreich sehr und sei besonders kontraproduktiv.
Grasser fürchtet im internationalen Image Österreichs eine Konterkarierung der "klaren Signale der Entlastung, die die jüngste Steuerreform ausgesandt hat, und die auch Wachstumssignale ausgelöst hat." Er sieht die Initiativen zum Ausbau von Breitbandleitungen und der Infrastruktur für die ländlichen Regionen bedroht. "Investitionen in einem Wert von bis über eine Milliarde Euro werden nicht stattfinden." Niederösterreich habe sich zu wenig Gedanken über die volkswirtschaftlichen Wirkungen der Steuer gemacht.
In Hinblick auf die gesundheitspolitischen Aspekte sowie auf die Auswirkungen für die Ortsbildpflege empfahl Grasser einen Dialog.(apa/red)
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