Margot Klestil-Löffler: Wir haben uns sehr geliebt
- Doppeltes Drama: Zuerst starb der Gatte, dann der schwere Sturz.

Ein Jahr nach dem Tod des Gatten bricht die Witwe ihr selbstauferlegtes Schweigen. Eine NEWS-Audienz.
Wenn Selbstdisziplin einen Namen tragen könnte, dann diesen einen: Margot Klestil-Löffler. Ihre Exzellenz, kaum sichtbare 50 Jahre alt, sitzt auf dem Sofa des Salons der österreichischen Residenz in Prag, aufrecht, beherrscht, die Hände im Schoß gefaltet, ein verbindliches Lächeln auf den Lippen. Nur scheinbar belanglose Details weichen vom gewohnten Bild ab: Das Haar, früher obligatorisch hochtoupiert und akribisch frisiert, ist zu einem lockeren Knoten gesteckt. Dazu schlichter Schmuck, kaum Make-up. Margot Klestil-Löffler steht vor dem ersten großen Interview nach dem Tod ihres Mannes Thomas. Sie hat genau jenes Möbelteil gewählt, auf dem sie vor knapp zwei Jahren mit dem Gatten gesessen hat. Kurz bevor alles anders kam, endgültig
Bittere Gedanken. Margot Klestil-Löffler, nach außen stark wie eine Eiche, wiegt sich im Gedanken an bitter Verflossenes. Mein Mann und ich hatten nie vor, ins Ausland zu gehen, erklärt sie mit Nachdruck. Thomas Klestil wollte während seiner Pensionierung von Wien aus internationale Kontakte für Österreichs Wirtschaft anbahnen Margot Klestils Karriere sollte daher im Wiener Außenamt im diplomatischen Innendienst enden. Eine Beziehung auf Distanz wäre für beide undenkbar gewesen.
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PLUS: Margot Klestil-Löffler im exklusiven NEWS-Talk über Trauer, Freunde und neue Herzensverbindungen.
