Mittwoch, 29. Juni 2005

U2 im Anflug

Die Überflieger. Zwei Konzerte in nur sieben Stunden: Von „Live 8“ in London zur Show in Wien.
Das Interview. Polit-Popstar Bono Vox über Erfolg, echte Emotionen und den Exhibitionismus.

Er ist ein Mann mit Tiefgang und großem Herz, und ich bewundere seine Führungsqualitäten in der Afrika-Angelegenheit.“ So spricht nicht etwa ein verblendeter U2-Fan, sondern niemand Geringerer als US-Präsident George W. Bush. Die Rede ist von Paul Hewson, hinlänglich bekannt als Bono Vox. Der 45-jährige Vorstand der irischen Megatruppe U2 (110 Millionen verkaufte CDs, 24 Millionen Konzertbesucher) ist weit mehr als ein gewöhnlicher Rockstar. Längst fungiert er im Zweitjob als Sprachrohr für Amnesty International oder die Anti-Atom-Lobby und zieht für „Make Poverty History“ („Stoppt die Armut“) schuldenerlasspredigend durch den Politzirkus. Doch der kommende Samstag wird selbst für ihn ein großer Tag werden. Zwischen 16.00 und 16.30 Uhr steht er bei Bob Geldofs globalem „Live 8“-Spektakel in London auf der Bühne. Im Anschluss, ab 21.30 Uhr, wird das seit Monaten ausverkaufte Wiener Ernst-Happel-Stadion gerockt.

Luftbrücke. „Seit zwei Jahren penetriere ich Bob Geldof wegen eines zweiten Live-Aid-Konzerts, um von den G8-Staaten Geld zu erpressen. Dann setzt er es mitten in meine Tour“, erklärt der 220-Millionen-Euro-Mann beim NEWS-Interview in Cannes den nicht ganz freiwilligen Doppelschlag.

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29.6.2005 18:58