Mai-Arbeitslosigkeit: In der EU auf 8,8 Prozent leicht zurückgegangen
- Österreich mit Quote von 4,6 % auf zweitbestem Platz
- Jugendarbeitslosigkeit ist weiterhin hoch in Europa
Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der EU und in der Eurozone ist im Mai geringfügig auf 8,8 Prozent zurückgegangen. Im April hatte die Rate 8,9 Prozent betragen. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 9,1 Prozent. Österreich verzeichnete im Mai die zweitniedrigste Quote in der EU, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag mit.
Die niedrigsten Quoten wurden in Irland (4,2 Prozent), Österreich (4,6 Prozent), Großbritannien (4,6 Prozent), Luxemburg (4,7 Prozent) sowie in Dänemark (4,9 Prozent ) vermeldet. Am höchsten war die Arbeitslosigkeit in Polen (17,8 Prozent), der Slowakei (15,5 Prozent), Griechenland (10,2 Prozent), Spanien (9,9 Prozent) und Frankreich (9,8 Prozent). Die stärksten Rückgänge an Arbeitslosen verzeichneten über ein Jahr gerechnet Litauen, Estland, die Slowakei und Dänemark. Dagegen stieg die Quote in Luxemburg, Zypern und Portugal am stärksten an.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist weiterhin hoch in Europa. Im Durchschnitt waren 17,8 Prozent der unter 25-Jährigen in der Eurozone und 18,3 Prozent in der gesamten EU ohne Job. Die niedrigsten Quoten in dieser Altersgruppe wurden in Dänemark (7,2 Prozent), Irland (7,9 Prozent) und in den Niederlanden (9,5 Prozent) verzeichnet, die höchsten in Polen (36,0 Prozent), in der Slowakei (26,7 Prozent), in Griechenland (26,2 Prozent) und in Italien (24,2 Prozent). In Österreich betrug der Anteil 10,3 Prozent.
Somit waren im Mai nach Schätzungen von Eurostat in der EU 19,1 Millionen Menschen ohne Arbeit, davon 12,8 Millionen in den zwölf Ländern der Eurozone. Deutlich niedriger als in Europa liegt die Arbeitslosenrate in den USA (5,1 Prozent) und in Japan (4,4 Prozent).
(apa/red)

