Mittwoch, 29. Juni 2005

Wegen hoher Preise für Treibstoff & Heizöl: Energie wurde im Juli um 10 Prozent teurer

  • Heizöl wurde im Jahresabstand um 30 Prozent teurer
  • 22,5-prozentiger Anstieg beim Diesel, Strom stabil

Der Höhenflug der Energiepreise hat sich im Juli wieder etwas verstärkt. Infolge starker Verteuerungen bei Heizöl und Treibstoffen erhöhte sich der Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte im Jahresabstand um 9,9 Prozent nach 7,5 Prozent im Juni, geht aus Berechnungen der Österreichischen Energieagentur auf Basis von Daten der Statistik Austria hervor. Im Monatsabstand betrug der Anstieg 1,8 Prozent. Der allgemeine Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Jahresabstand nur um 2,2 Prozent und ging zum Vormonat sogar um 0,3 Prozent zurück.

Am stärksten verteuert haben sich binnen Jahresfrist Heizöl mit 29,6 Prozent, gefolgt von Dieselkraftstoff mit 22,4 Prozent sowie Normal- und Superbenzin von im Schnitt 10,3 Prozent. Durch den weitaus höheren Preisanstieg beim Diesel schrumpfte dessen früherer Preisvorteil gegenüber Benzin massiv. Während der Preisunterschied zwischen einem Liter Diesel und einem Liter Benzin im Juli 2004 noch bei 17 Cent lag, betrug diese Differenz im Juli d.J. nur noch 8 Cent.

Weitaus gedämpfter fielen die Preisanstiege in den vergangenen zwölf Monaten bei leitungsgebundenen Energieträgern aus. Fernwärme verteuerte sich um 1,5 Prozent, Strom um 2,4 Prozent und Gas um 4,8 Prozent. Bei den festen Brennstoffen Kohle und Brennholz waren es im Schnitt +1,6 Prozent.

Auch im Monatsabstand spiegelte sich die längerfristige Entwicklung wider: Bei Fernwärme, Strom und Gas sowie den festen Brennstoffen war im Juli gegenüber dem Vormonat Juni so gut wie keine Veränderung festzustellen. Dagegen legten die Preise bei den Mineralölprodukten weiter zu: Benzin verteuerte sich um rund 3,2 Prozent, Diesel um 3,5 Prozent und Heizöl sogar um 4,3 Prozent.
(apa/red)

29.6.2005 12:18