Mittwoch, 29. Juni 2005

Durchgreifen: UEFA führt Dopingtrainings- kontrollen in der Champions League ein!

  • Regeln der Welt-Antidoping-Agentur damit umgesetzt

Der Europäische Fußball-Verband (UEFA) wird künftig bei den 32 Teilnehmern der Gruppenphase der Champions League auch im Training Dopingkontrollen vornehmen. Wie die UEFA am Dienstag mitteilte, müssen damit ab der neuen Saison rund 960 Spieler mit Dopingtests nicht nur nach den Spielen, sondern auch im Training rechnen.

"Mit der Ausdehnung der Dopingkontrollen auf das Training verschärfen wir die bestehenden Kontrollen und geben ein klares Zeichen an diejenigen, die den Gebrauch illegaler Substanzen zur Leistungssteigerung in Erwägung ziehen", erklärte der schwedische UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson.

Die UEFA will nun nach den Worten ihres Anti-Doping-Experten Marc Vouillamoz die 32 für die Gruppenphase qualifizierten Vereine in einem Seminar im September am UEFA-Sitz in Nyon mit den neuen Bestimmungen vertraut machen. "Danach starten wir die Aktion", sagte Vouillamoz. Nach den am 1. Juni in Kraft getretenen neuen Dopingregeln der UEFA können sowohl Blut- als auch Urinproben genommen werden. Die Fußballer sollen auch auf den Missbrauch mit Erythropoietin (EPO) kontrolliert werden.

Mit der Einführung der Trainingskontrollen kommt die UEFA außerdem den Regeln der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) nach. Der Fußball-Weltverband (FIFA) hat Trainingstests bisher nicht eingeführt.

29.6.2005 14:20