Wiedergutmachung nach Farce: Michelin-Teams bieten Extra-Rennen in "Indy" an
- Soll nach der Saison bei freiem Eintritt statt finden
- Indy will aber kein Extra-Rennen der Michelin-Teams
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Die sieben Michelin-Teams haben angeboten, nach der Formel-1-WM-Saison 2005 in Indianapolis ein Extra-Rennen bei freiem Eintritt zu fahren. McLaren-Boss Ron Dennis erklärte am Samstag nach dem Qualifying für den Frankreich-Grand-Prix, dass dieser Entschädigungs-Vorschlag bereits Formel-1-Boss Bernie Ecclestone unterbreitet wurde. Dieser habe bereits mit Tony George, dem Eigentümer der Rennstrecke in Indianapolis, diesbezüglich Kontakt aufgenommen.
McLaren-Mercedes, BMW-Williams, Renault, Toyota, Sauber-Petronas, Red Bull Racing und BAR-Honda waren am 19. Juni in Indianapolis wegen Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Reifen nicht angetreten. Der Internationale Automobilverband (FIA) hat diese sieben Teams deshalb in zwei Punkten für schuldig befunden: Erstens nicht die angemessenen Reifen für das Rennen gehabt zu haben, und zweitens sich geweigert zu haben, das Rennen zu fahren.
Der Reifenkonzern Michelin hat die Schuld für die "Farce von Indy" - nur die sechs Autos von Pneu-Konkurrent Bridgestone waren vor 120.000 Fans in den neunten WM-Lauf der Saison gestartet - bereits eingestanden und Entschädigung für die enttäuschten Fans angekündigt. So soll den Besuchern das Geld für die Sonntags-Eintrittskarte rückerstattet werden, außerdem sollen die Kosten für die ersten 20.000 Tickets für den nächsten Grand Prix in Indianapolis übernommen werden.
Da die Saison erst am 16. Oktober in Shanghai endet, wäre das von den Teams vorgeschlagene Extra-Rennen erst Ende Oktober bzw. im November möglich. Zu dieser Jahreszeit ist es normalerweise im US-Bundesstaat Indiana bereits ziemlich kalt.
Tony George, Eigentümer der Rennstrecke in Indianapolis und Promoter des Formel-1-Grand-Prix der USA, hat den Vorschlag der sieben Michelin-Teams, nach der Formel-1-WM-Saison 2005 in "Indy" ein Extra-Rennen bei freiem Eintritt zu fahren, abgelehnt. "Es gibt in diesem Herbst kein Rennen auf dem Indianapolis Motor Speedway", zitierte die Zeitung "Indianapolis Star" George.
(apa/red)
