Fan-Ansturm in Magny Cours: Formel-1-
Boom in der "Grande Nation" dank Renault
- Alonso: "Alles, was ich tun muss, ist vorn bleiben"
·Der Endstand in der Formel1-WM 2005
Wertungen bei Fahrern
und den Konstrukteuren
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Erstmals seit 40 Jahren fährt kein Franzose in der Formel 1. Trotzdem herrscht in der "Grande Nation" dank Renaults Dominanz ein Grand-Prix-Boom wie seit langem nicht mehr. "Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen", sagte Patrick Faure, der Präsident von Renault F1, stolz vor dem Heimrennen in Magny-Cours.
Die Fans strömten zum Großen Preis von Frankreich. Blaue Hemden, blaue Kappen und blau-gelbe Fahnen der Anhänger der "equipe jaune" bestimmen das Bild auf den gut besetzten Tribünen im "Circuit de Nevers".
Neuer Rennheld der Franzosen ist allerdings notgedrungen ein Spanier: Fernando Alonso stellt Serien-Weltmeister Michael Schumacher derzeit in den Schatten. "Wenn ich für Renault in Magny-Cours vor all den Leuten fahre, bin ich sehr stolz", betonte der WM-Spitzenreiter.
Bleibt der R25 Alonsos so zuverlässig wie bisher - technische Pannen trafen bisher ausschließlich Teamkollege Giancarlo Fisichella - muss er eigentlich nur noch taktisch fahren, um angesichts seines Vorsprungs auf Räikkönen und Schumacher jüngster Weltmeister der Grand-Prix-Geschichte zu werden. "Alles, was ich jetzt noch tun muss, ist vorn bleiben", weiß der 23-Jährige.
Für Faure ist es keine Überraschung, dass Alonso in der Fahrerwertung und Renault in der Konstrukteurs-WM vorne liegen. "Unser Chassis gehört zu den besten, der Motor wird ständig weiter entwickelt und wir haben zwei sehr gute Fahrer", sagte er. Beide Titel und damit die Komplettablösung der seit einem halben Jahrzehnt dominierenden Scuderia mit Schumacher scheinen erreichbar. Dabei hat Renault schon jetzt die Vorgaben erfüllt. "Wir haben uns vorgenommen, um den Titel zu kämpfen. Dieses Ziel haben wir erreicht", sagte Teamchef Flavio Briatore.
(apa/red)
