Schumacher träumt wieder vom WM-Titel: Ferraris sind in Frankreich wieder dick da
- "Sollten einen Schritt nach vorn gemacht haben"
- Auch Christian Klien für Magny Cours zuversichtlich

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Michael Schumacher hofft im Frankreich-Grand-Prix am Sonntag in Magny-Cours (Start: 14.00 Uhr) auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. "Wir sollten in den vergangenen Wochen einen Schritt nach vorn gemacht haben. Daher denke ich, dass wir diesmal nicht allzu schlecht aussehen werden", teilte der siebenfache Formel-1-Weltmeister auf seiner Internet-Homepage (www.michael-schumacher.de) mit.
Die jüngsten Testfahrten in Montmelo verliefen für den Ferrari-Piloten sehr positiv. "Wir sind gut voran gekommen mit unserer Arbeit und meiner Meinung nach gut vorbereitet", betonte der Deutsche, dem der Retortenkurs im zentralfranzösischen Magny-Cours besonders liegt. Schon sieben Mal triumphierte er dort, im Vorjahr düpierte der 36-Jährige die Konkurrenz sogar trotz viermaligen Boxenstopps.
"Mir liegt die ländliche Idylle in Frankreichs Mitte, ich mag von Haus aus Ruhe und Natur, daher fahre ich immer ganz gern zu diesem Rennen. Zumal hier aus sportlicher Sicht doch einiges geboten wird: Die Strecke ist nicht einfach zu fahren, der Kurs recht anspruchsvoll, und dann kommt oft noch eine sehr große Sommerhitze dazu. Die kann einem das Leben während eines Rennens schon recht schwer machen, denn oft wird die Strecke während der Dauer des Rennens immer rutschiger", erklärt Schumacher zum 4,411 km Kurs auf dem insgesamt 70 Runden bzw. 308,586 km zu absolvieren sind.
WM ist "wieder etwas offener geworden"
In den Überseerennen machte der Rekordchampion - nicht zuletzt wegen des Boykotts der Michelin-Teams in Indianapolis - gewaltig Boden gut im WM-Rennen. Als WM-Dritter mit 34 Punkten hat der Titelverteidiger allerdings immer noch 25 Punkte Rückstand auf den spanischen Spitzenreiter Fernando Alonso (Renault/59). "Was die Weltmeisterschaft betrifft, ist die Situation wieder etwas offener geworden", meint "Schumi". "Dennoch kann ich nur davor warnen, daraus zu viel Optimismus zu schöpfen."
Der Rückstand sei weiterhin extrem hoch. "Aber zumindest sind wir nun im WM-Kampf in einer besseren Situation als zuletzt. Das kommt uns entgegen, denn wir hatten den Kampf nie aufgegeben und werden das mit Sicherheit weiterhin nicht tun", betont der Deutsche.
Klien möchte wieder in Punkteränge
Während Schumacher in Frankreich um den Sieg fahren will, möchte Christian Klien in den Punkterängen landen. Nach den Testfahrten in der Vorwoche in Jerez ist der Vorarlberger Red-Bull-Pilot zuversichtlich: "Wir haben unser gesamtes, geplantes Programm erfolgreich absolviert. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir in Magny-Cours wieder stärker auftreten können."
Für Österreichs zweiten WM-Piloten, den Kärntner Patrick Friesacher, lautet das Ziel im zehnten WM-Lauf dagegen ganz schlicht "durchkommen". Nachdem der Minardi-Fahrer auf Grund des Boykotts der Michelin-Teams in Indianapolis Sechster geworden war, muss er sich nun wieder mit der Rolle des chancenlosen Nachzüglers zufrieden geben. (apa/red)
