Montag, 27. Juni 2005

Max Mosley hat nach Indy-Groteske keine Angst vor Streik: FIA wird immer siegen!

  • Der FIA-Boss höhnt: "Was wollen die Teams tun?"
  • Harte Strafen? Michelin-Teams müssen zum Rapport

Max Mosley, der Chef des Internationalen Automobil-Verbandes FIA, hat nach dem Debakel beim Formel-1-Grand-Prix in Indianapolis und den möglichen Strafen gegen die nicht angetretenen Michelin-Teams keine Angst vor einem Streik. "Unser Verband wird immer siegen. Was wollen die Teams tun? Wenn sie streiken, schneiden sie sich ins eigene Fleisch. So etwas wird nicht passieren", erklärte der Brite in einem Interview mit der Londoner Tageszeitung "The Guardian".

Minardi-Boss Paul Stoddart, Teamchef des Kärntners Patrick Friesacher, hatte zuvor Mosley zum Rücktritt aufgefordert und gemeint, dass es im Falle von "drakonischen Sanktionen" gegen die Michelin-Mannschaften einen Boykott von Rennen geben könnte. Die sieben von Michelin ausgestatten Teams - Renault, McLaren, Williams, Toyota, Sauber, Red Bull und BAR - müssen am Mittwoch zum Rapport im Pariser FIA-Sitz.

Mosley schließt nicht aus, dass es Sperren geben könnte. "Wenn sich im Falle einiger Teams eine große Schuld herausstellt, dann wird eine Sperre gerechtfertigt sein." Es gibt aber weitere Möglichkeiten wie den Abzug von WM-Punkten, eine Geldstrafe oder eine Verwarnung.

Zu den Ereignissen in Indianapolis meinte der 65-Jährige: "Ich hatte das Gefühl, dass das Reifenproblem nicht so groß ist, wie von den Teams dargestellt. Das Problem wirkte künstlich und vorsätzlich."

Den ihn kritisierenden Minardi-Teamchef Stoddart bezeichnete Mosley als "traurigen Fall", der FIA-Boss ging hart mit ihm ins Gericht. "Als die anderen Teams ihm Geld stehlen wollten, habe ich ihm mit Nachdruck geholfen. Anscheinend hat er nun aber vergessen, seine Medikamente zu nehmen."

(apa)

27.6.2005 11:05
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