"Olympiamedaille und Abfahrtsweltcup": Dorfmeister zum Abschied mit hohen Zielen
- Ex-Weltmeisterin fährt heuer ihre letzte Saison
- ÖSV-Damen zur Vorbereitung in Therme Geinberg
Michaela Dorfmeister hat am Dienstag beim Pressetermin von Österreichs Ski-Damen in Geinberg erneut betont, nach der kommenden Olympia-Saison ihre Karriere zu beenden. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass etwas passieren wird, dass ich noch eine Saison anhängen werde", betonte die Ex-Weltmeisterin im Super G, die sich mit Erfolgen in die Sportpension verabschieden will: "Meine Ziele lauten Olympiamedaille und Abfahrtsweltcup!"
Derzeit weilt "Dorfi" mit der Trainingsgruppe Speed von Coach Jürgen Graller in der Therme Geinberg, wo die Niederösterreicherin gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Alexandra Meissnitzer, Elisabeth Görgl, Katja Wirth, Silvia Berger und Astrid Vierthaler den zweiten Konditionskurs im Hinblick auf die Saison 2005/06 absolviert. Im Vordergrund steht in der Speed-Gruppe dabei weiterhin die Trainingsindividualisierung, wobei vor allem die jungen von den routinierten Damen profitieren sollen.
"Mittels dieser Symbiose sollen sie sich gegenseitig anspornen", betonte Graller. Daneben erhofft man beim ÖSV, dass mit dieser Maßnahme auch das drohende "Speed-Loch" gestopft wird, denn schließlich sind die Routiniers Renate Götschl (wird am 6. August 30), die auch der Speed-Gruppe angehört, aber den Kurs in Geinberg auslässt, Meissnitzer (32) und Dorfmeister (32) im Olympia-Winter allesamt schon über 30 Jahre alt.
"Läuft alles in die richtige Richtung"
Konditionstrainer Markus Gutenbrunner, der mit Graller vom Europacup- ins Weltcup-Team wechselte, ist mit der bisherigen Vorbereitung sehr zufrieden. "Es läuft alles in die richtige Richtung", erklärte Gutenbrunner. Sein "Chef" Graller legt vor allem Wert auf gute Stimmung in der Mannschaft. "Es gilt die Motivation oben zu halten, und auch das Klima innerhalb der Gruppe muss gut sein", betonte der Kärntner.
In puncto Kondition zeigte sich das Trainerduo jetzt schon "positiv überrascht", und auch die Aktiven selbst haben bereits einen Aufwärtstrend festgestellt. "Durch das intensivierte Krafttraining werde ich jetzt zum Beispiel beim Radfahren erst viel später 'blau'", sagte etwa Görgl, die in der Olympia-Saison ihren Aufwärtstrend in den schnellen Disziplinen fortsetzen möchte.
Auch Meissnitzer ist vom neuen Kondi-Training begeistert. "Es geht mir mit dem Knie viel besser als in vergangenen Jahren. Ich kann alles machen, was ich mir vorgenommen habe, und auch viel länger ohne Schmerzen im Knie trainieren. Das stimmt mich für den kommenden Winter zuversichtlich", lautete das Zwischenresümee von "Meisi", die schon drei Kilo Muskelmasse zugelegt hat. "Ich habe jetzt 63 Kilo, 65 hätte ich gerne", meinte die Salzburgerin. "Denn im Vergleich zu Anja Pärson oder Janica Kostelic waren 60 zu wenig." Hauptziel der Abtenauerin für 2005/06 ist es, wieder den Anschluss an die Riesentorlauf-Spitze zu finden.
(apa)
