Sonntag, 3. Juli 2005

Saudiarabischer Al-Kaida-Chef getötet: El Hayyari starb im Kugelhagel der Polizei

  • Marokkaner in Versteck in Hauptstadt Riad gestellt
  • Galt als gefährlichster Extremist des Landes

Bei einem Feuergefecht zwischen Islamisten und Sicherheitskräften in Saudiarabien ist offenbar der Al-Kaida-Chef des Landes getötet worden. Wie das Innenministerium am Sonntag mitteilte, wurde der Marokkaner Yunis Mohammed Ibrahim el Hayyari bei einem Einsatz der Sicherheitskräfte gegen seinen Unterschlupf im Osten der Hauptstadt Riad getötet.

Der 36-jährige Hayyari soll der gefährlichste von 36 in Saudiarabien gesuchten Extremisten gewesen sein, deren Namen und Fotos das Innenministerium Ende Juni veröffentlichte. Die saudiarabischen Behörden haben ein Kopfgeld auf die Gesuchten ausgesetzt.

Nach Angaben des Innenministeriums war Hayyari ein Sprengstoffexperte und in zahlreiche Anschläge in Saudiarabien verwickelt. Er sei vor kurzem als Chef des saudiarabischen Arms des Terrornetzwerks Al Kaida von Osama bin Laden vorgeschlagen worden. Von Seiten der Terrororganisation gab es bis zum Sonntagabend keine Reaktionen auf die Meldungen aus Riad. Laut Innenministerium wurden bei dem Einsatz drei weitere Verdächtige festgenommen.

Nach Angaben der saudiarabischen Behörden hielt sich Hayyari seit Februar 2001 im Land auf. Er habe einen bosnischen Pass gehabt und seine militärischen Erfahrungen in Bosnien gesammelt. Seit einer Anschlagswelle im Mai 2003 geht die Regierung des Landes mit aller Härte gegen die Al-Kaida-Organisation vor. Die Terrorgruppe hat dem Königshaus in Riad den Krieg erklärt und sich zu zahlreichen tödlichen Anschlägen bekannt, die sich gegen die Sicherheitskräfte, die Ölindustrie des Landes und gegen Ausländer richteten.

(apa)

3.7.2005 21:56